Georgien per Fahrrad

Fröhliches Tbilisi
Fröhliches Tbilisi

Georgien Radreise 2017
Freitag 4.8.17
Seit Mittwoch Abend sind wir nun in Georgien. Mit einer guten Stunde Verspätung in Tiflis angekommen. Von deutschen Bekannten organisiert war die Taxiabholung wunderbar. Noch nie stand jemand am Flughafen mit einem Schild, auf dem unser Name steht. Für 22 Euro wurden wir in unsere Unterkunft gebracht. Dort herzlich willkommen und in einem Zimmer deren Hauses untergebracht. Müde war ich nach dem Flug und schlief auch gleich 2 Stunden. Nach einem abendlichen Eintauchen in einer wunderbaren Kneipe, dem Pachanauri, wo wir lecker essen konnten, waren wir angekommen.

Gestern Nachmittag ein erster Versuch auf der Straße zu essen, in der Hoffnung mein Magen und mein Darm sind mit der Georgischen Hygiene einverstanden. Der Versuch ist geglückt.
Beim Zusammenbau unserer Räder klappte alles gut, nur leider verlor der Flieger oder wer auch immer, meine Vorderradachse. So mussten wir tagsüber 4 Stunden suchen, um einen geeigneten Ersatz zu finden. Selbst auf dem großen Eliava Rinok (Mark), der uns wegen seiner Größe und Vielfalt faszinierte, wurden wir nicht fündig. Thea verlor dann leider noch ihre Brille und beim abendlichen Zusammensein mit Antje und Susanne, hatte der Kellner wohl sein Hirn nicht eingeschaltet. Er vergaß mir mein Essen zu bringen, mir ein zweites Bier zu bringen. Na ja, nicht jeder Mensch ist mit einem einem gefüllten Gehirn gesegnet.

Wir konnten uns von Susanne gute Infos für unsere Radfahrt holen und es war ein nettes Zusammensein.


Heute konnten wir nach einem langen Frühstück und einem guten Gespräch mit unserer Wirtin endlich in die Altstadt finden. Zuvor einkaufen im Carefore Supermarkt, in dem du alles bekommst, was dein Herz begehrt. So sitze ich nun in einem vegetarischen Restaurant und trinke gutes Bier für 1,5 Euro und esse leckeren georgischen Salat für 3 Euro. Was will ich mehr.
Zu den Preisen: Essen gehen für zwei Personen mit 5 Bier und noch diesem und jenem kostet weniger als 20 Euro das Bier zwischen 1 und 1,5 und auch sonst ist man ungefähr bei 50% von dem, was man bei uns bezahlt. Das Benzin ebenso.

Thea: Allerdings für die Georgier schwer erschwinglich, Dirchschnittsverdienst 250 $. Unglaublich, wie man da leben soll.

Naturschönheit
Naturschönheit

Dienstag 7.8.17
Drei Tage mit dem Rad unterwegs. Tiflis-Koda-Bogfi (bei Elisabetthal)-Manglisi-Tsalka. Täglich 700 bis 800 Höhenmeter, 36 Grad Hitze. Das Ganze bei 20kg Gepäck.
Aus Tiblisi heraus, auf der Autobahn war die erste Herausforderung, grauenvoll. Die Strecke verlief ständig bergauf, dann wieder bergab. In der Gesamtheit aber haben wir um 700m Höhe gewonnen. Übernachtung am Rand eines kleinen Dorfes, an einem Fluss. Wir trafen dann auch noch einen Georgier, der viele Jahre in Wuppertal gearbeitet hat und perfekt deutsch sprach. Jetzt lebt er mit seiner Familie wieder zuhause-Heimat eben, meint er.
Am Zeltplatz war dann auch noch Estevan, ein junger Radler, den wir beim Ortsausgang von Tiflis trafen. Ein wunderschöner gemeinsamer Abend bei Gitarrenmusik und einem Ratsch über unsere Reisen versöhnte uns dann doch noch.

Der nächste Tag brachte keine Veränderung. Wieder Hitze, Höhe und diesmal noch dazu wenig Versorgungsstellen mit Wasser. Dennoch schafften wir es bis Manglisi. Die georgische Schriftweise der Dörfer in denen wir schliefen kann ich leider nicht niederschreiben, so dass der Leser vielleicht bei Google maps Glück hat, um unsere Reise zu verfolgen. In Manglisi konnten wir neben der Polizei, in einem kleinen Park nächtigen. War super. Das Dorf selber, optisch ehemalige Sowjetunion. Immerhin gabs ein Communikationscenter mit freiem W-Lan. Allerdings konnte man keine Mails versenden, dafür aber Whats App. Begreife wer will.  

Manglisi, ein ehemaliger sowjetischer Kurort in den Bergen. Nun sind sehr viele Häuser verfallen. Aber es gibt einige Geschäfte, Popkorn, einen halbwegs gepflegten Park. 


Kirche über der Schlucht bei Tsalka
Kirche über der Schlucht bei Tsalka

Der gestrige Tag war nicht weniger anstrengend. Es ging nach Tsalka. Erst mal 600m bergauf, nur bergauf. Mir tun heute noch die Beine weh, wenn ich daran denke. Auf dem Kamm oben ging es ganz gut. Zum Schluss sogar bergab. Na ja, fast zum Schluss. Richtig am Ende, bergauf. Ich konnte nicht mehr. Dann kam auch noch eine anständige Magendarm Entzündung bei mir dazu, die mir eine schlaflose Nacht begleitet von Kotz- und Durchfall Attacken, manchmal sogar gleichzeitig.  Meine liebe Thea hat zum Glück vor der Attacke noch Wasser im eine Stunde entfernten Fluss geholt. So konnten wir wenigstens duschen, bevor die Kotzerei los ging.
Der heutige Tag war der Ruhe gewidmet. Ich muss nicht mehr kotzen, habe nur noch Brechreiz. Essen kann ich nichts. Ist ja auch nicht wichtig. Eine kleine Wanderung in den nahen Canyon war Pflicht. Herrliche Gegend, empfehlenswert. Leider lassen die Georgier ihren Dreck gerne am Fluss zurück. So versauen die ihr schönes Land. Von unserem wilden Campingplatz aus geht es da 500m Richtung nächstes Dorf und dann eine gute halbe Stunde bergab. In meinem Zusand knapp machbar, bergauf eine Qual. Zum Glück gabˋs ganz oben, am Dorfrand eine Art Kneipe und ich habe mit Zustimmung meiner Frau und Pflegerin, ein halbes Bier getrunken. Bisher hat es mir nicht geschadet.
Unser Übernachtungsplatz ist gut. Wird leider von der Jugend der Dorfes als Picknickplatz genützt, so dass schon ab 10 Uhr früh die ersten jungen Leute mit Bier und Grill und vor allem mit georgischer Schlagermusik, die aus ihren Autos tönt, aufkreuzen. Heute habe wir sogar Nachbarinnen aus der Schweiz. Zwei junge Frauen, die auch eine Georgientour machen und ebenso feststellen, dass man hier ne Menge Kondition braucht. Ich habe sie zur Zeit nicht, wo Thea die her nimmt, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich Talent.   


Ortszentrum von Tsalka
Ortszentrum von Tsalka

Lucia und Irene stellen sich als total, super nette Nachbarinnen heraus. Wir plaudern die Nacht nach und gehen dann zu Bett. Die beiden werden von Jungen aus der Gegend angebaggert und sind ganz froh, dass wir in der Nähe zelten. Die Nacht wird von Musik aus den Autoradios der Jungs und dem Geruch von Wodka und Bier durchströmt. Wir schlafen dennoch gut und auch ich kann ohne von Durchfall oder Übelkeit geplagt zu sein, schlafen. 


Mittwoch, 9.8.

Ich hatte eine gute Nacht und wir sind zuversichtlich weiter zu kommen. Ein Blick zu Lucia und Irene zeigt, Lucia hat die Nacht "durchgek.....". An Weiterfahren nicht zu denken. Also organisiert Irene ein Taxi. Nachdem ich auch noch nicht so kräftig bin, für uns vier. Um 12.30 Uhr solls los gehen, um 13.30 gings dann los, so ist das im Orient. Mit Müh und Not bringen wir die Räder in den kleinen Bus, quetschen uns zusammen und fahren los. Lucia darf vorne sitzen, sollte sie müssen, erwischt es den Fahrer. Das Los eines jeden Taxifahrers. Über die holprige Straße geht es bei 37 Grad Celsius gute zwei Stunden nach Alkalzaziche (der Name wird oft anders geschrieben). Wir jedenfalls steigen am Abzweig in Richtung Varzia aus und wollen mit den Rädern die 18km zu dem Höhlenkloster fahren. Alles passt gut, ich fühle mich kräftig genug. Letztlich schaffen wir die 200 Höhenmeter und 18km ganz leidig und kommen am Kloster, einer der Sehenswürdigkeitern Georgiens wohl erhalten an. An dem netten Lokal essen wir Forelle mit Kartoffeln und trinken leckeres Bier vom Fass. Der Abend verläuft dann noch wunderbar: Wir dürfen an der nahen Wiese des Biergartens umsonst zelten und hören da noch Klänge aus einer Gitarre mit wunderbarern georgischen Weisen. Da will Thea hin und zuhören, ich muss mit. Schon sind wir mitten in einer georgischen Geburtstagsparty. Georg feiert seinen 39. Geburtstag mit ein paar Freunden und Familie. Im Lauf der Party stellt sich heraus, dass Georg der Sicherheitschef der Region ist und ein ganz schön hohes Viech (Cornel) sagt er. Er ist aber nett und er liebt Deutschland. Wir singen ihm zu Ehren ein deutsches Geburtstagslied und noch ein paar deutsche Lieder, die wir kennen. So werden wir zu Helden. 


Abschied von Irene und Luzia
Abschied von Irene und Luzia

Donnerstag 10.8.
Wieder mal ist es sonnig. Es sollen die 42 Grad Celsius geknackt werden. Da wollen wir schnell das Höhlenkloster erklimmen um endlich weiter zu kommen. Um 10 Uhr ist Einlass und wir sind die Ersten. Interessant und für jedermann sehenswert. Touristen aus der ganzen Welt.
Ich vergaß zu erwähnen, dass wir gestern noch Holländer trafen. Unterwegs in Richtung Iran. 5 Wohnmobile mit 9 Rentnern. Lustige alte Menschen. Nachahmenswert und zu beneiden. Heute auch viele Ältere, die die bekannten Höhlen sehen wollen. Zu den Höhlen verweise ich auf das Internet. Eine Tamarat hat da im 11. Jahrhundert geherrst und viel Gutes getan und im Kloster haben 800 Mönche gelebt, manchmal bis zu 50000 Menschen, wenn fremde Mächte anstanden.
Wir jedenfalls stürzten uns den Berg hinan und dann hinab um bei den 42 Grad Celsius nicht gänzlich auszutrocknen. Thea hat das auch geschafft, ich leider nicht ganz. Nach 30 km war ich kurz vorm Exodus, also fast ausgetrocknet. Trotz vieler Kolas und Wasser. Keine Ahnung warum, ich war total fertig. Mit letzter Kraft konnten wir dann doch ein Taxi organisieren. Die Räder rein gequetscht und noch die letzten 30km auf holprigen Straßen schafften wir es zu dem Hotel zu kommen das Thea in Achalkalsize organisiert hat.
Nach einem halbleckeren Ojakuri (Sau mit Kartoffeln) und eine Bier sanken wir zufrieden zu Bett.
Apropos Bett! In Georgien gehen die Menschen nicht ins Bett weil sie am nächsten Tag aufstehen müssen. Ab 21 Uhr ist die Temperatur erträglich, also beginnt das Leben um diese Zeit. Folglich steht man am nächsten Tag entsprechend spät auf und so weiter. Mittag ist grooooooße Pause. Wir werden versuchen uns diesem Rythmus anzupassen.
Gute Nacht. 


Freitag 11.8.
Infos allgemein!
Aufenthalt in Achalsiche. Ein Tag Erholung im Hotel Mirage. Ganz gute Hütte für 44 Euro zwei Tage. Dusche am Zimmer und ein Ventilator gegen die Hitze. Es hat immerhin tagsüber 40 Grad, das ist viel.
Achalsiche ist eine ganz nette Stadt, wir wohnen am Rand und fahren in 10 Minuten in die Altstadt. Die Burg ist ansehnlich, Thea meint tot renoviert. Auf alte Gemäuer werden neue Steine gebaut, so dass das Ganze am Schluss aussieht wie es früher war. Den Rest könnt ihr ja bei Wicki nachlesen.
Mittags ist es wieder so heiß, dass wir zurück ins Hotel fahren und ausruhen. Ich konnte mich mittlerweile von den Strapazen und der (fast) Austrocknung erholen. Man, war mein Urin dunkel :) und ich kaputt. Thea steckt das alles besser weg.
Wir können ein Taxi ordern, das uns auf den nahen Pass bringt, so sparen wir uns die anstrengende Fahrt von über 1000 Höhenmetern bei 40 Grad Hitze. Klappt auch gut. Für 25 Euro fährt uns ein Taxi hoch.
Abends treffen wir uns dann noch mit Lucia und Irene. Die beiden wollen auch morgen los, wieder mit Fahrrad. Haben sich auch von deren Brechdurchfall erholt.
Samstag 12.8.
Der Taxler holt uns pünktlich um 10 Uhr ab, die Räder werden bestens verstaut. Alles perfekt. Um 12 Uhr sind wir oben auf dem Berg und da ist auch schon einiges im Gange. Ein folkloristischer Singsang und Tanz und Pferderitt findet hier statt. Zwei Dörfer feiern alljährlich ihre Freundschaft. Da kommt der Pope und weiht alles und die Bauern der umliegenden Dörfer schenken Wein aus und Käse und Brot und und und. Wir erwarten unsere Vermieterin aus Tblisi, die soll hier auch auftreten. Doch leider ist um 15 Uhr das  Spektakel zu Ende und sie nicht da mit ihrer Truppen. Also runter ist nächste Dorf, nach Sairme, einem Kurort mit gesundem Mineralwasser. Die Fahrt ist super, immer bergab auf guter Schotterstraße. Unterwegs werden wir natürlich noch angehalten, Georgier lieben uns Deutsche. Wir müssen essen und trinken und können uns nur mit Müh und Not der Völlerei entziehen. Aber es ist schön mit diesen Menschen, die so freundlich sind.
Um 17.30 Uhr kommen wir dann tatsächlich zu dem Konzert der Frauentruppe "Laloni".  Wir sind begeistert. Die sollten mal in Rudolstadt auftreten. In dem Kurort wollen wir nicht bleiben und fahren daher den Berg hinunter. Unterwegs noch ein Fischchen essen und dann einen Übernachtungsplatz suchen. Leider kommen wir in die Dunkelheit und die Suche nach einem Schlafplatz wird etwas komplizierter. Wir sind aber mittlerweile routiniert und finden um 22 Uhr ein super Plätzchen am Fluss. Trinken noch ein Bierchen und schlafen herrlich ein.

Tbilisi

Sioni-Kirche
Sioni-Kirche
Viele Bitten haben hier Platz. Meine Bitten gelten diesem freundlichen Land. Möge es vor weiteren Kriegen verschont bleiben.
Viele Bitten haben hier Platz. Meine Bitten gelten diesem freundlichen Land. Möge es vor weiteren Kriegen verschont bleiben.

Kutaisi

Musik im Palaty, sehr humorvoll und gekonnt, trotz verstimmtem Klavier
Musik im Palaty, sehr humorvoll und gekonnt, trotz verstimmtem Klavier

Racha Berge 2

Freitag 18.8.
Infos: Wir befinden uns am Rand des Kaukasus Gebirges, unweit der Grenze zu Russland. Der Ort in dem wir leben heißt Uzera. War früher mal, zu Sowjets Zeiten ein Kurort, da es hier sehr viel Mineralwasserquellen gibt. MIr schmeckt das Wasser allerdings nicht. Bisschen schweflig, enthält aber natürliche Kohlensäure. Ein einfacher Ort. Eine Teerstraße führt durch den Ort in Richtung Kaukasus. Am Ende der Straße haben die Berge schon eine Höhe von 3200m. Wir befinden uns auf 1100m. Die Temperatur ist optimal zum Wandern. Wanderwege sind zum Teil ausgeschildert, bedarf aber noch der Nachbesserung. Es gibt zwei Läden im Ort, in denen man Bier, Schnaps, Süßigkeiten und etwas Grundnahrungsmittel kaufen kann. Der nächst größere Ort ist Oni, 12 km entfernt, dort gibt es fast alles zu kaufen. Unsere Unterkunft kostet 50 Lari die Nacht und ist wunderschön. Leider keine Toilette und Dusche am Zimmer, sonst aber super. Wir wohnen ganz oben in einem dreistöckigen Haus und haben den besten Ausblick in die Berge.
Heute ist eine Wanderung angesagt. Vier Stunden zu einer Kapelle und einem kleinen Dorf. Wir sind nicht zuversichtlich Hinweisschilder zu finden, doch siehe da, es gibt sie. Die Georgier selber sind ja keine großen Wanderer, aber es ist zu sehen, dass sie sich Mühe geben. Die Wanderung gefällt uns. Es geht steil bergauf, so wie wir es lieben, wir sind schließlich im Hochgebirge. Nach nur einmal verlaufen finden wir die Kapelle auch und freuen uns über die Aktivität. Die Kapelle selber wird sicher auch mal aussehen wie eine Kapelle, man arbeitet dran. Die Gegend ist schön, kein Mensch weit und breit, nicht einmal Tiere. Bis auf Lassie, den männlichen Hund unserer Vermieter, er liebt uns und folgt uns auf Schritt und Tritt. Selbst den Rückweg, den wir in einer Schleife, also auf der anderen Seite des Berges gestalten wollten gefällt uns, obgleich wir uns wieder verlaufen und im Wald ein Erdrutsch die Strecke erschwert. Auch regnet es und Thea hat keine Regenkleidung dabei. Dennoch sind wir, inclusive Pause, nach 5 Stunden wieder in unserer Behausung. Unterwegs noch Bier und Snickers einkaufen, wie jeden Tag, dann Kaffee trinken. Die Familie, bei der wir wohnen ist nett und auch die anderen, georgischen Bewohnen gehen langsam auf uns zu.
Info zum Georgier:
Der Georgier, wie wir ihn erleben! Er ist freundlich und hilfsbereit, wittert nicht in jeder Bereitschaft zu helfen Geld. Er ist schüchtern, geht nicht gleich auf dich zu und erzählt Geschichten aus seinem Leben. Er raucht gerne, viele Männer rauchen und er mag Bier, am liebsten aus der 2,5 Liter Flasche. Er fährt alle Wege mit dem Auto, geht nur im Notfall ein paar Meter. Wenn er im Auto warten muss, lässt er den Motor laufen (haben wir oft erlebt). 
Der Aufenthalt in den Racha Bergen beschert uns Ruhe. Wir kommen wieder zum Lesen und Schreiben. So auch heute, der Abend verläuft mit guten Gesprächen mit unsern Mitbewohnern, in englischer Sprache, einem leckeren Borschtsch und Lesen. Ja, sogar zum Gitarre Üben komme ich.  Ein guter Tag. Auch das ist Reisen! Eintauchen in die Welt "der Anderen". 

Wandern in den Racha Bergen

15. bis Donnerstag 17.8.
Dienstag 15.8.
In den Racha Bergen
Bei uns zu Hause ist heute Feiertag, Maria Himmelfahrt. Hier in Georgien ist jeder Tag gleich. Die Menschen arbeiten auch an einem Feiertag, Sonntags, immer dann, wenn sie Arbeit haben. Ich liege heute im Bett und kuriere meinen Magen-Darm aus. Nichts essen, nur trinken. Aber es geht mir nicht schlecht. Der Tag besteht aus schlafen und trinken. Thea schaut sich zwei alte Kirchen an und recherchiert für die kommende Woche. Wir wollen mit dem Maschrutka in die Racha Berge, dort ein paar Tage wandern. Fahrrad fahren ist zu weit und zu steil und es ist zu heiß. Zum Glück sind wir beide so flexibel umdenken und umhandeln zu können. Sie findet also heraus, wo das Maschrutka nach Oni geht, wo wir übernachten können und vor Ort suchen wir uns geeignete Wanderstrecken. Den Abend kann ich dann auch schon wieder in der Stadt bei einem guten Essen verbringen. Auf ihrer Fahrt zu den Kirchen lernt Thea noch einen 80 jährigen Taxifahrer kennen, mit dem sie sich russisch unterhalten kann. Ja, hier gibt es so gut wie keine Grundversorgung. Die Leute müssen arbeiten, so lange es geht.
16.8.
Die Fahrt mit dem Maschrutka ist traumhaft. Der Fahrer raucht eine Zigarette nach der anderen, ist aber sehr sicher im Fahren und wir kommen ganz gut voran. Die Stimmung im Bus ist gut, er ist voll, ja über voll. Im Gegensatz zu Zentralasien fährt er pünktlich ab, wir können Sitzplätze reservieren, perfekt. Kann man nur weiterempfehlen. Leiden können wir unser Zelt nicht mitnehmen, da wir nur kleine Rucksäcke dabei haben. Schade, denn zelten in Georgien ist wunderschön. Nach 4 Stunden kommen wir in Oni an und suchen uns erst mal eine Kneipe auf einen Kaffee. Allerdings reizt mich ein Bier, hier gibt es überall Bier vom Zapfhahn. Da die Gläser im Kühlschrank vorgekühlt sind, habe ich auch keine Bedenken gegen Bakterien. Wir essen Lobiani (Teigtaschen mit Bohnenfüllung) und trinken einen Espresso im Nachgang. Dann suchen wir nach unserer vorgebuchten Unterkunft bei einem Künstler. Haben wir im Reiseführer gelesen. Leider weiß der nichts von der Buchung, obwohl die Dame im Reisebüro in Kutaisi bei seinem Sohn angerufen hat. Schade! Auch ein Telefonat in englisch mit seinem Sohn bringt uns nicht weiter. Aufdringlich und stolz zeigt er uns noch sein Anwesen und lädt uns zum essen und auf einen selbstgemachten Wein ein. Essen können wir leider nichts mehr, haben wir erst. Wir wollen dann zu "Ekatarina" unsere zweite Wahl, was ein Ghuesthous anbelangt. Dort ist die Mutter daheim und ein Zimmer ist frei. Leider mit Toilette im Keller. Zum Glück muss ich grad mal nicht k..... . Insgesamt ist es bei Ekatarina auch sehr schön. Vor allem spricht sie deutsch und wir können so, sehr viel von Georgien erfahren. Sie hat deutsch gelernt, als 1991 nach einem Erdbeben drei Jahre lang deutsche Helfer bei ihr einquartiert waren. Wir erfahren von Ekatarina, dass die vielen Geldautomaten, an denen wir kein Geld abheben können, dazu gedacht sind den Georgiern die Gelegenheit zu bieten ihren Strom zu überweisen und die Miete, das Telefon usw. Hier hat nicht jeder Internet im Haus, wie bei uns. Abends bekommen wir von Ekatarina ein gutes Essen und zahlen so für Halbpension nur 100 Lari, das sind ungefähr 35 Euro. Das Leben für uns ist in Georgien billig. In ihrer Laube trinken wir noch georgischen Wein, den wir teuer im Laden gekauft haben. Das ist ein wenig schade, dass der Wein in einem Weinland wie Georgien schwer zu bekommen ist und dann auch noch teuer.
17.8.
Wir fahren nach Uzera,  dem nächst höher gelegenen Dorf. Dort haben wir uns für zwei Tage in einem Air B&B eingemietet, bei Nato. Von Uzera aus kann man gut wandern, so sah es jedenfalls auf der Karte aus, die uns das Fremdenverkehrsamt in Oni zur Verfügung gestellt hat. Mit viel Mühe finden wir unsere neue Unterkunft. Eine Beschriftung gibt es in Georgien nicht. Nach Uzera kommt man auch nur eingeschränkt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wahrscheinlich 1 mal am Tag, mehr haben wir nicht herausgefunden. Aber man kann super trampen. Nach nur 5 Minuten nimmt uns jemand mit und liefert uns in dem 1000 Meter hoch gelegenen Dorf ab. Bei Nato werden wir in einem der drei Häuser, die zu dem Komplex gehören, ganz oben abgeliefert. Wir haben also ein Loft. Die drei Häuser sind alle uralt und schlecht renoviert. Stört uns aber nicht. Das einzige Bad für alle ist ganz unten. Stört uns auch nicht. Bewegung ist ja gesund. Insgesamt kann man sich hier sehr wohl fühlen. Wir haben unsere Ruhe, die anderen Touristen sind Georgier oder es wohnen noch Verwandte hier. Die Halbpension kostet für uns beide 28 Euro am Tag, das geht in Ordnung. Wir werden statt und tauchen ein wenig in die georgischen Ferien ein. Der männliche Hund Lassie begleitet uns Nachmittags sogar bei unserer ersten Wanderung. Wir suchen nach den Wanderrouten, die wir auf der Fremdenverkehrskarte gesehen haben. Leider vergeblich. Der Georgier wandert nicht. Viele gehen bis zu den Mineralquellen im und um den Ort herum, mehr nicht. Bewegung ist ungesund, dafür raucht der Georgier mehr und trinkt morgens oft schon Bier, aber das tun manche Bayern und Thüringer ja auch. Lassie freut sich mal wieder aus seinem Bauernhof herauszukommen und wir freuen uns über seine Begleitung. Das Wasser aus den Quellen schmeckt für uns scheußlich, da es einen schwefeligen Nachgeschmack hat. Die Georgier lieben es und holen es literweise. Bin gespannt welche Wanderwege wir morgen ausfindig machen.    

Ende Rad

13.bis 15.8.
Kutaissi
Unser Übernachtungsplatz nach Sairma war gut, ja sogar sehr gut. Wir konnten das Zelt Nachts noch gut aufbauen, zwar eine Menge Fliegen, die uns helfen wollten, aber alles passte perfekt. Nach 15 Minuten stand das Zelt und die Isomatten und Schlafsäcke waren drinnen. So sind wir das von uns gewohnt. In der Nacht Rad zu fahren ist zwar kein Vergnügen, aber es ging nicht anders. Wir waren ja gut beleuchtet.
Heute 13.8. gehts nach Kutaissi. Immer ein wenig bergab, leider sehr heiß 42 Grad ist mittlerweile Standard. Die Straße ist aber überwiegend gut und mit einer kleinen Mittagspause schaffen wir es um 13.30 Uhr da zu sein. Am Stadtrand finden wir ein Kaffe mit Internetanschluss und können so ein schönes Hotel suchen. Noch 3 km und wir sind im Zelimkahn, ab Stadtrand von Kutaissi. Zunächst war es uns ein wenig teuer doch die Wirtin ließ sich runter handeln und wir stellten im Nachhinein fest. Besser geht es nicht mehr. Klimaanlage, Dusche und Toilette am Zimmer. Maschruttaxi in die Stadt vor der Tür. So können wir nach einem kleinen Nachmittagsschlaf Abends noch in die Stadt um gut Essen zu gehen.
Infos zu Kutaissi:
Die zweitgrößte Stadt, bereits 500 vor Ch. besiedelt, immer wieder zerstört. Viel Musik in den Straßenkaffees, aufstrebend und von viel Jungvolk, die sich selbständig machen wollen besiedelt. An allen Ecken Internetanschluss, man bekommt alles, was man braucht. Einen eigenen Flughafen, den man anfliegen sollte. Günstige Flüge von Memmingen nach Kutaissi. Eine Taxifahrt nach Hause kostet 4 Lari, das sind 1,20 Euro und das Maschrutka nur 1 Lari. Das Hotel Zelimkahn ist sehr empfehlenswert.
14.8.
Besichtigung der Bagda Kirche (Weltkulturerbe). Liegt ein wenig am Berg, es fahren aber auch Taxis hin. Eine Orthodoxe Kirche die völlig zerstört und wieder aufgebaut wurde. Kann man mal anschauen, dauer eine Stunde, dann hast du alles gesehen.
Wir treffen da oben noch 4 Sänger, die uns eine CD verkaufen wollen. Etwas aufdringlich, sprechen russisch. Wir hören sie dann aber singen, als eine kleine Hochzeit statt fand und kaufen die CD. Haben schöne Stimmchen. Es wird wieder sehr heiß, so dass wir wieder nach Hause fahren, als wir die Touristeninfo nicht finden. Ich vergesse dummerweise meinen Rucksak im Maschruttaxi und müssen wir mit einem Taxi hinterher fahren. Zum Glück ist der Rucksack noch da. Im Hotel gibts dann eine kleine Brotzeit und ich nehme eine "Tanacomb" als Vorbeugung gegen Durchfall, da ich diesbezüglich etwas anfällig bin. Leider muss ich mich trotzdem übergeben und bekomme auch noch Durchfall und Schweißausbrüche. Ähnlich wie vor einer Woche. Ist die Tanacomb schon abgelaufen oder vertrage ich da etwas nicht??
15.8.
Heute geht es mir besser, ich erhole mich dennoch. Thea geht ins Touristenbüro, die nächste Tour vorbereiten ich ruhe mich aus. Alles gut so. Wir wollen ins Rachatal, nach Ori. Da soll eine Künstlerfamilie ein Zimmer vermieten und Jeepfahrten ins Gebirge organisieren. Wir wollen wandern gehen. Mit dem Fahrrad da hin ist zu beschwerlich bei der Hitzte, auch wenn es jetz

1 Kommentare

Sizilien per Motorrad

Sizilien per Motorad

Kirgistan Reisebericht Fahrrad und Wandern

Kirgistan. : Hier ist Reisen unkompliziert.Im Sommer 2015 waren wir für vier Wochen unterwegs, mit dem Fahrrad, Trecking zu Pferd und zu Fuß. Beeindruckend die Übernachtung in Jurten, das Leben auf den Jayloos. Wir starteten mit unseren super Falträdern, den Birdys und sind später mit dem Bus und mit PKWs unkompliziert durchs Land gereist. Bischkek ist eine lebendige Stadt, der Issyk Kul die beliebteste Urlaubsregion für Kirgisen. Traumhafte Ruhe hatten wir am Son Kul. Kinder auf Pferden bewunderten wir bei Kysyg Oi  und erlebten zu Fuß den wunderschöen Gletschersee Kol-Tor Kol.

Kirgistan. : Hier ist Reisen unkompliziert.Im Sommer 2015 waren wir für vier Wochen unterwegs, mit dem Fahrrad, Trecking zu Pferd und zu Fuß. Beeindruckend die Übernachtung in Jurten, das Leben auf den Jayloos. Wir starteten mit unseren super Falträdern, den Birdys und sind später mit dem Bus und mit PKWs unkompliziert durchs Land gereist. Bischkek ist eine lebendige Stadt, der Issyk Kul die beliebteste Urlaubsregion für Kirgisen. Traumhafte Ruhe hatten wir am Son Kul. Kinder auf Pferden bewunderten wir bei Kysyg Oi  und erlebten zu Fuß den wunderschöen Gletschersee Kol-Tor Kol.


Neapel Amalfi mit Faltrad

Das ist unsere Neapel-Amalfi-Fahrradreise  27.3. bis 12.4.2015

Diesmal mit guten Falträdern. Birdy Touring. Wir fahren mit dem Zug in 11 Stunden von München nach Neapel.

Nach zwei Tagen Neapel wollen wir mit dem Zug aus der Stadt raus und mit den Rädern auf den Vesuv fahren.

Dann geht`s ab an die Amalphiküste nach Positano, Amalfi, Salerno. Da lassen wir uns treiben und genießen das italienische Essen und Trinken und vor allem die Natur, das Meer und all das Schöne. 

Die zweite Woche fahren wir meist am Meer entlang  und zum Teil durch das Gebirge dort bis Sapri. Von da aus wieder mit dem Zug nach Neapel und dann nach München.



Tbilisi

Sioni-Kirche
Sioni-Kirche
Viele Bitten haben hier Platz. Meine Bitten gelten diesem freundlichen Land. Möge es vor weiteren Kriegen verschont bleiben.
Viele Bitten haben hier Platz. Meine Bitten gelten diesem freundlichen Land. Möge es vor weiteren Kriegen verschont bleiben.

Kutaisi

Musik im Palaty, sehr humorvoll und gekonnt, trotz verstimmtem Klavier
Musik im Palaty, sehr humorvoll und gekonnt, trotz verstimmtem Klavier

Racha Berge 2

Freitag 18.8.
Infos: Wir befinden uns am Rand des Kaukasus Gebirges, unweit der Grenze zu Russland. Der Ort in dem wir leben heißt Uzera. War früher mal, zu Sowjets Zeiten ein Kurort, da es hier sehr viel Mineralwasserquellen gibt. MIr schmeckt das Wasser allerdings nicht. Bisschen schweflig, enthält aber natürliche Kohlensäure. Ein einfacher Ort. Eine Teerstraße führt durch den Ort in Richtung Kaukasus. Am Ende der Straße haben die Berge schon eine Höhe von 3200m. Wir befinden uns auf 1100m. Die Temperatur ist optimal zum Wandern. Wanderwege sind zum Teil ausgeschildert, bedarf aber noch der Nachbesserung. Es gibt zwei Läden im Ort, in denen man Bier, Schnaps, Süßigkeiten und etwas Grundnahrungsmittel kaufen kann. Der nächst größere Ort ist Oni, 12 km entfernt, dort gibt es fast alles zu kaufen. Unsere Unterkunft kostet 50 Lari die Nacht und ist wunderschön. Leider keine Toilette und Dusche am Zimmer, sonst aber super. Wir wohnen ganz oben in einem dreistöckigen Haus und haben den besten Ausblick in die Berge.
Heute ist eine Wanderung angesagt. Vier Stunden zu einer Kapelle und einem kleinen Dorf. Wir sind nicht zuversichtlich Hinweisschilder zu finden, doch siehe da, es gibt sie. Die Georgier selber sind ja keine großen Wanderer, aber es ist zu sehen, dass sie sich Mühe geben. Die Wanderung gefällt uns. Es geht steil bergauf, so wie wir es lieben, wir sind schließlich im Hochgebirge. Nach nur einmal verlaufen finden wir die Kapelle auch und freuen uns über die Aktivität. Die Kapelle selber wird sicher auch mal aussehen wie eine Kapelle, man arbeitet dran. Die Gegend ist schön, kein Mensch weit und breit, nicht einmal Tiere. Bis auf Lassie, den männlichen Hund unserer Vermieter, er liebt uns und folgt uns auf Schritt und Tritt. Selbst den Rückweg, den wir in einer Schleife, also auf der anderen Seite des Berges gestalten wollten gefällt uns, obgleich wir uns wieder verlaufen und im Wald ein Erdrutsch die Strecke erschwert. Auch regnet es und Thea hat keine Regenkleidung dabei. Dennoch sind wir, inclusive Pause, nach 5 Stunden wieder in unserer Behausung. Unterwegs noch Bier und Snickers einkaufen, wie jeden Tag, dann Kaffee trinken. Die Familie, bei der wir wohnen ist nett und auch die anderen, georgischen Bewohnen gehen langsam auf uns zu.
Info zum Georgier:
Der Georgier, wie wir ihn erleben! Er ist freundlich und hilfsbereit, wittert nicht in jeder Bereitschaft zu helfen Geld. Er ist schüchtern, geht nicht gleich auf dich zu und erzählt Geschichten aus seinem Leben. Er raucht gerne, viele Männer rauchen und er mag Bier, am liebsten aus der 2,5 Liter Flasche. Er fährt alle Wege mit dem Auto, geht nur im Notfall ein paar Meter. Wenn er im Auto warten muss, lässt er den Motor laufen (haben wir oft erlebt). 
Der Aufenthalt in den Racha Bergen beschert uns Ruhe. Wir kommen wieder zum Lesen und Schreiben. So auch heute, der Abend verläuft mit guten Gesprächen mit unsern Mitbewohnern, in englischer Sprache, einem leckeren Borschtsch und Lesen. Ja, sogar zum Gitarre Üben komme ich.  Ein guter Tag. Auch das ist Reisen! Eintauchen in die Welt "der Anderen". 

Wandern in den Racha Bergen

15. bis Donnerstag 17.8.
Dienstag 15.8.
In den Racha Bergen
Bei uns zu Hause ist heute Feiertag, Maria Himmelfahrt. Hier in Georgien ist jeder Tag gleich. Die Menschen arbeiten auch an einem Feiertag, Sonntags, immer dann, wenn sie Arbeit haben. Ich liege heute im Bett und kuriere meinen Magen-Darm aus. Nichts essen, nur trinken. Aber es geht mir nicht schlecht. Der Tag besteht aus schlafen und trinken. Thea schaut sich zwei alte Kirchen an und recherchiert für die kommende Woche. Wir wollen mit dem Maschrutka in die Racha Berge, dort ein paar Tage wandern. Fahrrad fahren ist zu weit und zu steil und es ist zu heiß. Zum Glück sind wir beide so flexibel umdenken und umhandeln zu können. Sie findet also heraus, wo das Maschrutka nach Oni geht, wo wir übernachten können und vor Ort suchen wir uns geeignete Wanderstrecken. Den Abend kann ich dann auch schon wieder in der Stadt bei einem guten Essen verbringen. Auf ihrer Fahrt zu den Kirchen lernt Thea noch einen 80 jährigen Taxifahrer kennen, mit dem sie sich russisch unterhalten kann. Ja, hier gibt es so gut wie keine Grundversorgung. Die Leute müssen arbeiten, so lange es geht.
16.8.
Die Fahrt mit dem Maschrutka ist traumhaft. Der Fahrer raucht eine Zigarette nach der anderen, ist aber sehr sicher im Fahren und wir kommen ganz gut voran. Die Stimmung im Bus ist gut, er ist voll, ja über voll. Im Gegensatz zu Zentralasien fährt er pünktlich ab, wir können Sitzplätze reservieren, perfekt. Kann man nur weiterempfehlen. Leiden können wir unser Zelt nicht mitnehmen, da wir nur kleine Rucksäcke dabei haben. Schade, denn zelten in Georgien ist wunderschön. Nach 4 Stunden kommen wir in Oni an und suchen uns erst mal eine Kneipe auf einen Kaffee. Allerdings reizt mich ein Bier, hier gibt es überall Bier vom Zapfhahn. Da die Gläser im Kühlschrank vorgekühlt sind, habe ich auch keine Bedenken gegen Bakterien. Wir essen Lobiani (Teigtaschen mit Bohnenfüllung) und trinken einen Espresso im Nachgang. Dann suchen wir nach unserer vorgebuchten Unterkunft bei einem Künstler. Haben wir im Reiseführer gelesen. Leider weiß der nichts von der Buchung, obwohl die Dame im Reisebüro in Kutaisi bei seinem Sohn angerufen hat. Schade! Auch ein Telefonat in englisch mit seinem Sohn bringt uns nicht weiter. Aufdringlich und stolz zeigt er uns noch sein Anwesen und lädt uns zum essen und auf einen selbstgemachten Wein ein. Essen können wir leider nichts mehr, haben wir erst. Wir wollen dann zu "Ekatarina" unsere zweite Wahl, was ein Ghuesthous anbelangt. Dort ist die Mutter daheim und ein Zimmer ist frei. Leider mit Toilette im Keller. Zum Glück muss ich grad mal nicht k..... . Insgesamt ist es bei Ekatarina auch sehr schön. Vor allem spricht sie deutsch und wir können so, sehr viel von Georgien erfahren. Sie hat deutsch gelernt, als 1991 nach einem Erdbeben drei Jahre lang deutsche Helfer bei ihr einquartiert waren. Wir erfahren von Ekatarina, dass die vielen Geldautomaten, an denen wir kein Geld abheben können, dazu gedacht sind den Georgiern die Gelegenheit zu bieten ihren Strom zu überweisen und die Miete, das Telefon usw. Hier hat nicht jeder Internet im Haus, wie bei uns. Abends bekommen wir von Ekatarina ein gutes Essen und zahlen so für Halbpension nur 100 Lari, das sind ungefähr 35 Euro. Das Leben für uns ist in Georgien billig. In ihrer Laube trinken wir noch georgischen Wein, den wir teuer im Laden gekauft haben. Das ist ein wenig schade, dass der Wein in einem Weinland wie Georgien schwer zu bekommen ist und dann auch noch teuer.
17.8.
Wir fahren nach Uzera,  dem nächst höher gelegenen Dorf. Dort haben wir uns für zwei Tage in einem Air B&B eingemietet, bei Nato. Von Uzera aus kann man gut wandern, so sah es jedenfalls auf der Karte aus, die uns das Fremdenverkehrsamt in Oni zur Verfügung gestellt hat. Mit viel Mühe finden wir unsere neue Unterkunft. Eine Beschriftung gibt es in Georgien nicht. Nach Uzera kommt man auch nur eingeschränkt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln wahrscheinlich 1 mal am Tag, mehr haben wir nicht herausgefunden. Aber man kann super trampen. Nach nur 5 Minuten nimmt uns jemand mit und liefert uns in dem 1000 Meter hoch gelegenen Dorf ab. Bei Nato werden wir in einem der drei Häuser, die zu dem Komplex gehören, ganz oben abgeliefert. Wir haben also ein Loft. Die drei Häuser sind alle uralt und schlecht renoviert. Stört uns aber nicht. Das einzige Bad für alle ist ganz unten. Stört uns auch nicht. Bewegung ist ja gesund. Insgesamt kann man sich hier sehr wohl fühlen. Wir haben unsere Ruhe, die anderen Touristen sind Georgier oder es wohnen noch Verwandte hier. Die Halbpension kostet für uns beide 28 Euro am Tag, das geht in Ordnung. Wir werden statt und tauchen ein wenig in die georgischen Ferien ein. Der männliche Hund Lassie begleitet uns Nachmittags sogar bei unserer ersten Wanderung. Wir suchen nach den Wanderrouten, die wir auf der Fremdenverkehrskarte gesehen haben. Leider vergeblich. Der Georgier wandert nicht. Viele gehen bis zu den Mineralquellen im und um den Ort herum, mehr nicht. Bewegung ist ungesund, dafür raucht der Georgier mehr und trinkt morgens oft schon Bier, aber das tun manche Bayern und Thüringer ja auch. Lassie freut sich mal wieder aus seinem Bauernhof herauszukommen und wir freuen uns über seine Begleitung. Das Wasser aus den Quellen schmeckt für uns scheußlich, da es einen schwefeligen Nachgeschmack hat. Die Georgier lieben es und holen es literweise. Bin gespannt welche Wanderwege wir morgen ausfindig machen.    

Ende Rad

13.bis 15.8.
Kutaissi
Unser Übernachtungsplatz nach Sairma war gut, ja sogar sehr gut. Wir konnten das Zelt Nachts noch gut aufbauen, zwar eine Menge Fliegen, die uns helfen wollten, aber alles passte perfekt. Nach 15 Minuten stand das Zelt und die Isomatten und Schlafsäcke waren drinnen. So sind wir das von uns gewohnt. In der Nacht Rad zu fahren ist zwar kein Vergnügen, aber es ging nicht anders. Wir waren ja gut beleuchtet.
Heute 13.8. gehts nach Kutaissi. Immer ein wenig bergab, leider sehr heiß 42 Grad ist mittlerweile Standard. Die Straße ist aber überwiegend gut und mit einer kleinen Mittagspause schaffen wir es um 13.30 Uhr da zu sein. Am Stadtrand finden wir ein Kaffe mit Internetanschluss und können so ein schönes Hotel suchen. Noch 3 km und wir sind im Zelimkahn, ab Stadtrand von Kutaissi. Zunächst war es uns ein wenig teuer doch die Wirtin ließ sich runter handeln und wir stellten im Nachhinein fest. Besser geht es nicht mehr. Klimaanlage, Dusche und Toilette am Zimmer. Maschruttaxi in die Stadt vor der Tür. So können wir nach einem kleinen Nachmittagsschlaf Abends noch in die Stadt um gut Essen zu gehen.
Infos zu Kutaissi:
Die zweitgrößte Stadt, bereits 500 vor Ch. besiedelt, immer wieder zerstört. Viel Musik in den Straßenkaffees, aufstrebend und von viel Jungvolk, die sich selbständig machen wollen besiedelt. An allen Ecken Internetanschluss, man bekommt alles, was man braucht. Einen eigenen Flughafen, den man anfliegen sollte. Günstige Flüge von Memmingen nach Kutaissi. Eine Taxifahrt nach Hause kostet 4 Lari, das sind 1,20 Euro und das Maschrutka nur 1 Lari. Das Hotel Zelimkahn ist sehr empfehlenswert.
14.8.
Besichtigung der Bagda Kirche (Weltkulturerbe). Liegt ein wenig am Berg, es fahren aber auch Taxis hin. Eine Orthodoxe Kirche die völlig zerstört und wieder aufgebaut wurde. Kann man mal anschauen, dauer eine Stunde, dann hast du alles gesehen.
Wir treffen da oben noch 4 Sänger, die uns eine CD verkaufen wollen. Etwas aufdringlich, sprechen russisch. Wir hören sie dann aber singen, als eine kleine Hochzeit statt fand und kaufen die CD. Haben schöne Stimmchen. Es wird wieder sehr heiß, so dass wir wieder nach Hause fahren, als wir die Touristeninfo nicht finden. Ich vergesse dummerweise meinen Rucksak im Maschruttaxi und müssen wir mit einem Taxi hinterher fahren. Zum Glück ist der Rucksack noch da. Im Hotel gibts dann eine kleine Brotzeit und ich nehme eine "Tanacomb" als Vorbeugung gegen Durchfall, da ich diesbezüglich etwas anfällig bin. Leider muss ich mich trotzdem übergeben und bekomme auch noch Durchfall und Schweißausbrüche. Ähnlich wie vor einer Woche. Ist die Tanacomb schon abgelaufen oder vertrage ich da etwas nicht??
15.8.
Heute geht es mir besser, ich erhole mich dennoch. Thea geht ins Touristenbüro, die nächste Tour vorbereiten ich ruhe mich aus. Alles gut so. Wir wollen ins Rachatal, nach Ori. Da soll eine Künstlerfamilie ein Zimmer vermieten und Jeepfahrten ins Gebirge organisieren. Wir wollen wandern gehen. Mit dem Fahrrad da hin ist zu beschwerlich bei der Hitzte, auch wenn es jetz

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Georgien

Fröhliches Tbilisi
Fröhliches Tbilisi

Freitag 4.8.17
Seit Mittwoch Abend sind wir nun in Georgien. Mit einer guten Stunde Verspätung in Tiflis angekommen. Von deutschen Bekannten organisiert war die Taxiabholung wunderbar. Noch nie stand jemand am Flughafen mit einem Schild, auf dem unser Name steht. Für 22 Euro wurden wir in unsere Unterkunft gebracht. Dort herzlich willkommen und in einem Zimmer deren Hauses untergebracht. Müde war ich nach dem Flug und schlief auch gleich 2 Stunden. Nach einem abendlichen Eintauchen in einer wunderbaren Kneipe, dem Pachanauri, wo wir lecker essen konnten, waren wir angekommen.

Georgien

Sizilien mit Motorrad

23.3.2016

Palermo Flughafen

Flug war angenehm. 12 Uhr bis 18.30 Uhr, mit 3 Stunden Aufenthalt in Rom.

Übergabe vom Motorrad hat gepasst. 

Die Fahrt nach Castelmare del Golfo war abenteuerlich. Viel Wind, Nacht u das Motorrad noch unbekannt. Nach 45 Min waren wir da. Unterkunft gut. Essen gehen am Meer. Preise wie in Deutschland.

 

 

Unsere Strecke:

Palermo Flughafen - Castelmare del Golfo - Trapani - Scirocco -Eraclea - Aragona - Eraclea - Polizzi Generosa - Palermo Citta.

680km mit dem Motorrad.

Wandern

In Castelmare zum Naturschutzgebiet "Zigare".

In Aragona zu den kleinen Vulcanen.

In Polizzi 2x in der Madonie.



Castelmare del Golfo
Castelmare del Golfo

Kleine Stadt, die sich phantastisch zum Ankommen eignet, zum Eintauchen in sizilianisches Leben. 


Zingaro Nationalpark
Zingaro Nationalpark

Kleine Wanderung gleich am ersten Tag.

Ende März ist der Nationalpark noch kaum besucht. Das liegt wohl daran, dass die Temperaturen noch nicht zum Baden einladen. Später im Jahr findet man hier einige wunderschöne Badebuchten. 

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Kirgistan 2015

Kirgistan, Kirgisien, Kirgisistan mit dem Birdy und mit Wanderschuhen.

14.08.

Nach einer tollen Reise und einem enspannten Flug sind wir seit zwei Tagen wieder zurück! 

Am Blog basteln wir noch etwas weiter. Es macht Freude, die Eindrücke zu sichten und zu teilen.


13.07.2015

Hallo Leute,

morgen früh geht es los. Dorothea ist schon sehr aufgeregt, ich bin noch gelassen. Um 12.50 Uhr geht der Flieger ab München, am Mittwoch sind wir um 5.05 in Bischkek, der Hauptstadt Kirgistans (es ist wohl egal was man sagt, haben wir gehört, wir einigen uns auf Kirgistan). Die Räder sind verpackt (Fotos gibts morgen).

In Bischkek verweilen wir ein bis zwei Tage, dann gehts mit dem Bus an den Issik Kul (zweitgrößter See Zentralasiens), wo wir auch zwei Tage ausspannen. So um den Samstag oder Sonntag radeln wir dann los über Kochkor an den Song Kul. Ein See der auf 3000m Höhe liegt. Dort wollen wir einige Tage bleiben und ein zwei 5 Tausender  besteigen (natürlich mit Führer) . Übernachten werden wir in einer Jurte, sofern alles klapp, wie wir uns das vorstellen. Wie es dann weiter geht??? Laßt euch überraschen, wir wissen es auch noch nicht.

Bis dann!

Rolf mit Dorothea am 13.7.2015




15.07.2015

Nach einem völlig entspannten Flug sind wir um 5 nach Ortseit, dass heißt um 1 nach mitteleuropäischer Zeit gelandet. Kein umständliche Ausfüllen eines Zollformulars, Gepäck kam VOLLSTÄNDIG auf dem Band an!! So waren wir schon kurz nach 6 im Hotel, wurden freundlich empfangen, Zimmer hell und sauber, mit Klimaanlage (!). So gut hatten wir es auf unseren Fernreisen bei der Ankunft noch nie. 

Die Fahrräder haben den Flug auch im Wesentlichen gut überstanden, nur Rolfs Schutzblech ist etwas kaputt, bei mir war auch was verbogen. Vorder- und Hinterrad hatte sich etwas ineinander verkeilt.

40 Grad in der Stadt, aber viel Grün. Monströse Bauten und kleine Hütten, herrliches Essen in Selbstbedienungslokalen. Wir verbringen den Tag mit schlafen und ankommen..., entspannen.

 

Do, 16.07.

Wir haben verschlafen!! Und das finde ich gut! War in der letzten Zeit etwas über lastet, angespannt, unausgeschlafen. Wenn wir reisen, haben wir einfach auch Urlaub. 

Eigentlich wollten wir schon heute zum Issyk-Kul. Egal. Fahren wir eben morgen früh.

(Dorothea mit Rolf)

Die Stadt wird bewässert, trotz 40 Grad viel Grün.


Wachablösung vor den national wichtigen Denkmal von Manas 

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