Von München bis Florenz mit dem Zug. Dann mit den Falträdern über Siena nach Grosetto ans Meer. 14 Tage im Herbst 2014. 

Toskana von Florenz bis Grosetto



Unsere Neapel und Amalfi Reise mit dem Fahrrad Ostern 2015 


Neapel Amalfiküste Cilento Fahrradreise 2015

Bald ist es soweit. In 3 Wochen geht`s los mit dem Zug von München nach Neapel und dann mit unseren neuen Falträdern an der Amalfiküste entlang. 27.3.15 um 9.10 Uhr sitzen wir im Zug.

5.3.15

Morgen werden die Lowrider an unsere Birdys angebaut, da freu ich mich schon. Bin gespannt wie alles funktioniert und wie wir dann die steilen Berge der Amalfigegend rauf kommen. 

22.3.15

Hab ein Foto auf unsere Europaseite "Neapel" gestellt. Unsere Bgirdys vor der Abreise. Bepackt und wiehernd. Sie wollen los. In 5 Tagen gehts nach Neapel. Wir freuen uns total drauf. 

27.3.15

Durch das regnerischen München zum Bahnhof. Das Vorderrad  flattert. Zeitlich knapp, wie immer.

Egon (Faltrad von Rolf) im Gepäck Netz, sieht gut aus. Angenehme, entspannte Fahrt.

Rolf: Wie immer, sind wir zu spät am Bahnhof. Gerade noch checken wir ein. Viele Leute fahren nach Italien. Wir finden aber einen Platz, auch für unser Gepäck. Die Räder stellen wir zwischen zwei hintereinander liegenden Plätzen und meins muss ich ins Gepäcknetz einpassen, da die meisen Leute ihre großen Rollkoffer am Boden stehen haben.

Die Fahrt verläuft gemütlich, mit Schlafen, Lesen, Schreiben. Umsteigen in Bologna, eine Stunde warten und es geht mit einem Highspeedzug nach Neapel durch. Der fährt 250 bis 300km/h. So kommen wir  entspannt nach einer Fahrtzeit von gut 11 Stunden in Neapel an. Das ist mit einem Auto nicht zu toppen. Die ganze Fahrt kostet uns hin- und zurück schlappe 320 Euro. Kann man nichts dagegen sagen. Unser Hotel finden wir schnell, es ist von außen betrachtet kaum als Hotel zu erkennen, innen alles gut. Für 30 Euro die Nacht mit Dusche und WC und einem kleinen Frühstück ok.  Essbares gibts um die Ecke bei Ralph. Da schlagen wir uns noch die Bäuche voll und genießen das Tun der Menschen um uns. 

Thea: Das einzige Ungemütliche während der Fahrt: Bologna. Der Bahnhof wird gerade umgebaut, hat im Hauptbereich nichts zum Hinsetzen. Wir hatten mehr als eine Stunde Zeit und genossen auf dem Bahnhofsvorplatz die Sonne. 20 min vor Abfahrt gingen wir zu unserem Gleis. Da begann das Abenteuer. Ich im Fahrstuhl, Rolf auf der Rolltreppe. Der Fahrstuhl fuhr 2 Etagen nach unten, kein Rolf da - noch oben oder schon weiter? 5 min gewartet aber der Zug fährt bald! Also weiter, das Gleis suchen. Da ging es noch einmal 3 oder  4 Rolltreppen nach unten. Der Zug steht da, aber Rolf ist nicht zu sehen! Zum Glück - kam er vom anderen Ende des Bahnsteigs dann doch auf mich zu, hatte nach mir Ausschau gehalten. Schnell unseren gebuchten Wagen gesucht. Die Räder mit allem drum und dran in den Zug befördert und schon gings los.

Informationen:

Bahnticket: München - Bologna über DB

      Bologna - Neapel über www.trenitalia.com

      Buchung für beide Strecken 3 Monate vorher möglich

Hotel Casanova, Nähe Innenstadt, trotzdem Zimmer ruhig, Ausstattung und Frühstück einfach, Service mal sehr freundlich, mal desinteressiert: www.hotelcasanova.com

 

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Neapel Amalfiküste Cilento Fahrradreise 2015

Bald ist es soweit. In 3 Wochen geht`s los mit dem Zug von München nach Neapel und dann mit unseren neuen Falträdern an der Amalfiküste entlang. 27.3.15 um 9.10 Uhr sitzen wir im Zug.

5.3.15

Morgen werden die Lowrider an unsere Birdys angebaut, da freu ich mich schon. Bin gespannt wie alles funktioniert und wie wir dann die steilen Berge der Amalfigegend rauf kommen. 

22.3.15

Hab ein Foto auf unsere Europaseite "Neapel" gestellt. Unsere Bgirdys vor der Abreise. Bepackt und wiehernd. Sie wollen los. In 5 Tagen gehts nach Neapel. Wir freuen uns total drauf. 

27.3.15

Durch das regnerischen München zum Bahnhof. Das Vorderrad  flattert. Zeitlich knapp, wie immer.

Egon (Faltrad von Rolf) im Gepäck Netz, sieht gut aus. Angenehme, entspannte Fahrt.

Rolf: Wie immer, sind wir zu spät am Bahnhof. Gerade noch checken wir ein. Viele Leute fahren nach Italien. Wir finden aber einen Platz, auch für unser Gepäck. Die Räder stellen wir zwischen zwei hintereinander liegenden Plätzen und meins muss ich ins Gepäcknetz einpassen, da die meisen Leute ihre großen Rollkoffer am Boden stehen haben.

Die Fahrt verläuft gemütlich, mit Schlafen, Lesen, Schreiben. Umsteigen in Bologna, eine Stunde warten und es geht mit einem Highspeedzug nach Neapel durch. Der fährt 250 bis 300km/h. So kommen wir  entspannt nach einer Fahrtzeit von gut 11 Stunden in Neapel an. Das ist mit einem Auto nicht zu toppen. Die ganze Fahrt kostet uns hin- und zurück schlappe 320 Euro. Kann man nichts dagegen sagen. Unser Hotel finden wir schnell, es ist von außen betrachtet kaum als Hotel zu erkennen, innen alles gut. Für 30 Euro die Nacht mit Dusche und WC und einem kleinen Frühstück ok.  Essbares gibts um die Ecke bei Ralph. Da schlagen wir uns noch die Bäuche voll und genießen das Tun der Menschen um uns. 

Thea: Das einzige Ungemütliche während der Fahrt: Bologna. Der Bahnhof wird gerade umgebaut, hat im Hauptbereich nichts zum Hinsetzen. Wir hatten mehr als eine Stunde Zeit und genossen auf dem Bahnhofsvorplatz die Sonne. 20 min vor Abfahrt gingen wir zu unserem Gleis. Da begann das Abenteuer. Ich im Fahrstuhl, Rolf auf der Rolltreppe. Der Fahrstuhl fuhr 2 Etagen nach unten, kein Rolf da - noch oben oder schon weiter? 5 min gewartet aber der Zug fährt bald! Also weiter, das Gleis suchen. Da ging es noch einmal 3 oder  4 Rolltreppen nach unten. Der Zug steht da, aber Rolf ist nicht zu sehen! Zum Glück - kam er vom anderen Ende des Bahnsteigs dann doch auf mich zu, hatte nach mir Ausschau gehalten. Schnell unseren gebuchten Wagen gesucht. Die Räder mit allem drum und dran in den Zug befördert und schon gings los.

Informationen:

Bahnticket: München - Bologna über DB

      Bologna - Neapel über www.trenitalia.com

      Buchung für beide Strecken 3 Monate vorher möglich

Hotel Casanova, Nähe Innenstadt, trotzdem Zimmer ruhig, Ausstattung und Frühstück einfach, Service mal sehr freundlich, mal desinteressiert: www.hotelcasanova.com

 

28.3.15

Heute erst mal einen Ausflug in die Stadt. 

Was man so liest und hört, soll der Neapoletaner aggressiv Auto fahren, diebisch sein, hecktisch und rücksichtslos im Straßenverkehr. 

Was stellen wir fest: Er hält, zumindest meistens, wenn man als Fußgänger bei grün über die Ampel gehen will. Manchmal hält er auch, wenn man an einem Zebrastreifen die Straße überqueren möchte. Beklaut hat er uns noch nicht. Ja, der Straßenbahnkapitän hat sogar gehalten als Rolf seine Mütze in der Straßenbahn liegen ließ. Auch das geweissagte viele Hupen im Straßenverkehr war kaum zu vernhemen.

Was ist los mit dem Neapolitaner?  Er ist freundlich, läßt uns alte Menschen über die Straße gehen, ohne uns zu überfahren. Er bekocht uns mit leckerem Fisch, ohne dafür viel Geld zu verlangen und er verlangt sogar für ein Hotelzimmer mit WIFI, Bad und täglicher Reinigung nur 30 Euro für uns zwei. Was wollen wir mehr. 

Ein Schläfchen am Strand, bei herrlichem Sonnenschein, überall leckerer Kaffee, zuvorkommende, nette Menschen. Hier bleiben wir. 

Wir lassen uns treiben und genießen. Bus- und Straßenbahnfahren haben wir begriffen. Man kauft im "Tabacci" ein Biletti und fährt in der Gegend rum. Wohin, muss man selbst raus finden. So was wie einen Busfahrplan gibt es nicht wirklich. Der Tourist ist da schon ein wenig gefordert Eigeninitiative zu entwickeln. 

Alles in Allem ein schöner Tag, ein guter Tag.  

Informationen:

Hotel Casanova, Via Venezia 2 , Tel.: 081/268287   http://www.hotelcasanova.com/

Plan der Metropolitana ist im Internet zu finden - es gibt nur 2 Linien. 

Tickets gelten für Straßenbahn, Bus und Metro, 1,50€ pro Person, Geltungsdauer 2 Stunden, bzw. 1€ für eine einfache Fahrt, erhältlich in vielen Tabackläden.  


29.3.15

In Neapel

Museo Archilogico, ein billiges Restaurant ohne Touristen, ein Schläfchen im Park und Ralphi......

Das Museo Archilogico ist gut, zu empfehlen. Es zeigt einen geschichtlichen Ausschnitt aus verschiedenen Epochen Italiens und natürliche den Vesum und seine Ausbrüche. Vor allem den von 79 nach Christus. Anschließend begeben wir uns an den Stadtrand und entdecken eine kleine Kneipe, ohne Touristen, in der man billigst essen kann. Spada, 2 Nudelgerichte, Zuchini und ein halber Liter Wein für 15 Euro, das ist gut. 

Nach einem Mittagsschläfchen in einem nahe gelegenen Park, in dem sich viele Leute auf ein Nickerchen ins grüne Gras gelegt haben, gehen wir wieder durch die Stadt, zurück zu unserem Hotel.

Ein leckeres Abendessen bei Ralphi mit einer Umarmung von ihm zum Schluß, begeben wir uns nach einem herrlichen Neapeltag zu Bett. 

Wieder mal sind wir nicht beklaut worden, die Mafia hat uns nicht entführt und kein Auto hat uns überfahren. Was ist aus Neapel und den Neapoletanern geworden. 

Informationen: Straße und Name der kleinen Kneipe


30.3.

Pompeji mit Zug, netter Helfer. Viele "Steinhaufen". Guter Campingplatz. Nachts tote Hose.

Thea: Mit der Cirvumvesuviana nach Pompei Scavi, gleich neben dem Bahnhof ist der Campinplatz Zeus. Recht leer, ruhig, Orangenbäume, man konnte die Früchte auflesen und sie schmeckten wunderbar. Mein Plan war eigentlich, früh ankommen und vielleicht, wenn alles gut läuft, Pompei besichtigen und dann noch irgendwie mit dem Bus zum Vesuv hochfahren. Aber der Vesuvgipfel versteckt sich in den Wolken und so können wir es ganz entspannt angehen. 

Pompei ist riesig. Die vom Reiseführer als Highlight bezeichnete Villa de Misteri ist sehr am Rand gelegen, das große Amphietheater am anderen Ende. Da war für die beiden schönen Theater zum Schluss kaum noch Kraft da. Trotzdem, alles in allem sehr beeindruckend.

Ansonsten in Pompei alle Geschäfte und fast alle Restaurants abends nach 7 schon geschlossen! Selbst am Zeltplatz alles zu. Der Ort lebt zu dieser Jahreszeit offenbar nur von Tagestouristen.

Informationen: Die Circumvesuviana ist vergleichbar einer S-Bahn, fährt ca. jede halbe Stunde, Fahrrad mit hineinnehmen war kein Problem, am Ende des Zuges, wo sie weniger voll war. 

Camping Zeus, Tel.: 081/8615320       http://www.campingzeus.it/

 

31.3.

Pompeji - Vico Equense. 16km, 100hm, 3h.

Erster Radeltag verkürzt. Rolf Reifenschaden. Warten auf Öffnung des Radshops - Enttäuschung. Campingplatz in Vico Equense gut.

 Thea: Erstmal nur ruhige Straßen, nur Rolf wundert sich, warum sein Rad so extrem schlenkert. Bei näherer Betrachtung wird der Grund deutlich: Reifen kaputt. Langsam und vorsichtig Weiterfahrt nach Vico Equense. Dort ist grad Siesta, alle Läden zu! Na gut, wir machen auch gern eine Pause. Nach zwei Stunden (16:00 Uhr) ist immer noch niemand im Laden. Da such ich schon mal den Zeltplatz und Rolf wartet auf die Ladenöffnung. Zeltplatz ist sehr nett aber Rolf hat Pech. 18er Reifen sind nicht üblich. Mist!

Abend an dem gemütlichen kleinen Fischerhafen. Im Sommer ist hier sicher einiges los, eine Gaststätte an der anderen. Zurzeit sind alle noch zu, bis auf eine, die heute ihren ersten Öffnungstag hat. Sie wird uns auch vom Zeltplatzwart empfohlen - und ist erstaunlich frequentiert! Ausschließlich von deutschen Urlaubern, die an diesem idyllischen Fleck in einer Villa untergekommen sind. Naja. 

Informationen:    http://www.campingsantantonio.it/    Tel.: 081/8028570 oder 081/8028576

 

1.4.

Vico Equense - Sorento - Massa Lubrense - Termini - Marina Cantone  30 km, 700hm, 6h.

Nach Sorento. Fahrradshop hilft. Endlich Rad fahren. Viel Verkehr bis Massa Lubrense, dann Ruhe. Schläfchen in Termini u herrlicher Ausblick. Camping Netturno sehr schön, am Meer.

Nach Vico Equense wird der Verkehr massiv, die schöne Aussicht übers Meer können wir kaum genießen, denn Rolfs Rad schlackert wie verrückt und die Autos überholen so dicht, dass wir Angst haben, sie nehmen unsere Taschen mit. Da war das Fahren in Indien einfacher. 

In Piano die Sorrento endlich der Fahrradladen! Dank freundlicher Hilfe finden wir ihn sofort aber der Monteur schüttelt erstmal den Kopf. Diese Größe haben sie nicht, können sie nichtmal bestellen. Dann doch die Rettung: Ein Kinderreifen tuts auch. Vorsicht, er hält nicht so lange durch! Aber diese Fahrt wird er locker überstehen. 

Jetzt geht endlich das Fahrradfahren los! 

Bis hinter Sorrent weiter in sehr unangenehmem Verkehr. Ab Massa Lubrense wird es ruhiger, die Auffahrt nach Termini für uns ganz einfach zu schaffen. Dort Pause mit traumhafter Sicht und Kaffee. Hier ist ein beliebter Ausgangs- oder Endpunkt für eine Wanderung zur Capella di S. Constanzo. Dort ist ganz bestimmt eine herrliche Sicht. Aber wir wollen ja noch zum Campingplatz und dort auch Ruhe und Zeit haben. Kaufen also nach der Siesta noch Lebensmittel in dem süßen kleinen Lädchen und fahren hinunter über das schöne Dorf Nerano nach Marina des Cantone. Der Zeltplatz ist fast leer und wunderschön am Meer gelegen. Idylle pur. 

Information: Nettuno Holliday Village. Tel:  081/8081051   http://www.villaggionettuno.it/


2.4.

Marina Cantone - S.Agata - Positano - Amalfi. 40km, 2600hm, 8h.

Traumhafte Fahrt über die Berge des Sorrento zur Amalfiküste. Die Höhenmeter der Alpenvereinsapp bezweifle ich, aber schon allein vom Zeltplatz bis hoch nach Termini sind es immerhin ca. 400 hm. Dann weiter auf und ab  bis auf ca. 600 hm, dann folgt schon die Amalfiküste. Wir nehmen uns Zeit, weil immer wieder traumhafte Blicke genossen werden wollen. Das Wetter ist schön! Unterwegs entdeckt Rolf einen herrlichen Laden, wo er sich die ersehnte Leinenhose kauft. Unterwegs haben wir von anderen Reisenden erfahren, dass es mit Zeltplätzen an der Amalfiküste schlecht bestellt ist. Der einzige, in Praiano, soll recht teuer sein. Also, Wifi machts möglich, haben wir ein Hotel in Amalfi gebucht. Für uns nicht grad billig - 2 Nächte für zusammen 130 € mit Frühstück. Später stellen wir fest, dass man bei Hotel oder B&B wohl meist mindestens diesen Preis bezahlt.


3.4.

Geburtstag meiner Mutter. In Amalfi. Hotel. Faul sein dürfen.

Thea: Das Hotel ist wirklich nett, das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Sie freuen sich dort, dass wir aus Deutschland sind, weil  die anderen Gäste alle Italiener sind. Uns geht es ähnlich. Italienische Mitgäste sind uns wesentlich lieber als deutsche Reisegruppen. 

Traumhaftes Wetter, wir genießen nach dem Frühstück erstmal die Sonnenterasse - mit direktem Blick auf ein stilles türkiesfarbenes Meer. Dann Spaziergang durch Amalfi, ein Touristenort, aber wirklich auch schön. Kleine Erkundungstour zum Beginn des Papiermühlenweges.

Am Abend, es ist Karfreitag, wollen wir die Prozession miterleben. So sind wir 18:00 Uhr zur Messe im Dom. Sehr ausführliche Lesung des Evangeliums aber dann auch eindrucksvoller Gesang des Chors, ein kleines Orchester ist auch dabei. Wichtigstes Element für die Gemeinde ist offenbar gegen Ende. Ein großes Kruzifix wird in die Mitte gebracht und jeder geht nach vorn um dieses zu berühren. Einige Gottesdienstbesucher sparen sich die Zeit für die lange Lesung und kommen erst zum Gruß des Kruzifix in den Dom. Am Ende sind wir sehr überrascht, welche Menschenmenge sich inzwischen vor dem Dom versammelt hat. Alle Lichter der Stadt sind aus, alles wird von Kerzen, Öllampen und Fackeln erhellt. Und es ist still! Die Menge wartet. Die Domtür öffnet sich und ein beleuchtetes Kruzifix wird herausgetragen, begleitet vom Bischhof und den Geitlichen und von einer Prozession gespenstisch ganz in weiß gekleideten Gestalten. Beeindruckend ist weiterhin die Stille. Die Menge flüstert. Plötzlich, laut, das Orchester! Dann der Chor. Wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Wir freuen uns, dass wir ein paar aussagekräftige Filme machen konnten.

Gegen halb 10 gehen die Lichter in den Geschäften wieder an und alles ist wie vorher. 

https://www.youtube.com/watch?v=WKiZVYRaRZo

Information: Hotel: http://www.hotelcavalieriamalfi.com/

4.4.

Wandern a d Amalfiküste.

Thea: Wanderung vom Hotel aus über viele Stufen hoch zum Dorf Pontone, weiter nach Ravello. Leider ein kalter regnerischer Tag. Wir lassen uns nicht abschrecken. Der Dom in Ravello recht beeindruckend. Dann über die Chiesa dell' Anunziata und den oberen Ortsteil von Pontone hinunter in das Valle dei Mullini. Im Starkregen zurück ins Hotel. 

Schöne lohnende Wanderung, bei wärmerem Wetter sicher noch viel schöner.



5.4.

Nach Salerno, dann Agropoli. Erste Regenfahrt. Herrlicher Campingplatz. 64km 1000Hm 7h

Thea: Zum Glück am Vormittag noch trocken, schöne Fahrt immer an der Küste entlang. Immer wieder Glockengeläut in den faszinierenden Städtchen am Meer. Es ist Ostermontag. 

Mittagspause in Vietri sul Mare. Es ist wohl die Stadt der Keramiker. Fassaden und Bars, alles ist mit alten und neuen Bildern aus Keramik verziert. Ein großes Museum gibt es auch und eine Fabrik. Gerade kommen sehr viele Leute aus dem Gottesdienst. Fröhliche Osterstimmung in allen Gassen. Wir genießen Eis und Espresso bzw. Cappucchino. 

Und schon sind wir in Salerno. Fahren immer am Meer entlang. Dann durch eher hässliche Gegend. Flach und wie ausgestorben. Alle Campingplätze am Wegesrand sind zu. Das ändert sich je näher man nach Paestum kommt. Inzwischen hat sich auch das Wetter geändert. Es gießt! Wir fahren trotzdem weiter bis Torre/Licinella, kurz vor Agropoli und finden den wunderschönen Zeltplatz Dei Pini! Ganz familiär mit Kamin in der Gaststätte und zelten direkt neben dem Meer. Der Regen hat aufgehört. Es ist unglaublich schön, nur draußen bleibt es kalt. 

Informationen: Zeltplatz Dei Pini. Tel.: +39 0828 811030,  http://www.campingvillaggiodeipini.com


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6.4.

Ins Cilento über die Berge nach Mauro. Gutes B&B. 40km 1300Hm 7h

Entsprechend unserer Navi-Fahrrad-Route zuerst nach Agropoli, dann steil steil in die Berge hinauf, ganz ruhiger Weg aber sehr oft so steil, dass wir schieben mussten. Blühende Bäume und Blumen entschädigten etwas für die Mühe. Oben auf der Hauptstraße auch kein Verkehr. Ostermontag. In den Ortschaften alles zu, selbst die Bars. Über Ogliastro und Laureana immer höher in die Berge. Etwas anstrengend aber immer herrlich ruhig. Nicht schön ist der Müll am Wegesrand. Hinter Mercato ging es heftig hinauf auf einen Pass in ca.700m Höhe. Die Gegend reizt sehr zum Wandern. Abfahrt. Herrlich. Wird aber langsam kalt. In St. Mauro immer wieder gefragt nach einer Übernachtung. Hilfreiche Leute aber es zog sich hin, keiner da, keiner geht ans Telefon. Wir schlottern schließlich vor Kälte (4Grad, stellt sich raus), freuen uns über das B&B. 60 € finden wir relativ teuer, ist aber schon wenig für die Gegend, stellen wir hinterher fest. Sehr nette Leute. Super Essen in einer Olivenmühle!

Information:  B&B San Mauro Cilento, Adresse: Campo Sportivo, 84070 San Mauro Cilento


7.4.

Wieder ans Meer, Acciaroli (Hemingway) bis kurz vor Piscotta

Bei der Ausfahrt aus St. Mauro immer fröhlich nach unten, Richtung Meer, sehr kleine Straße, plötzlich eine Kreuzung, Blick auf die Karte und es stellt sich heraus: Wir sind falsch, keiner der Wege führt weiter zum Meer, es bleibt nichts anderes übrig, wir müssen wieder hoch! Das bedeutet eine Dreiviertelstunde hauptsächlich schieben! Endlich auf der richtigen Straße, ist das Fahren ein Traum. Wenig Verkehr, immer bergab. Phantastische Blicke in sonniger Blütenwelt auf das türkisfarbene Meer! 

In Acciaroli kleine Expresso- und Capucchino-Pause, verschlafener Ort. Weiter immer auf ruhiger Straße am Meer entlang. 

In dem kleinen Ort Pioppi spricht uns jemand auf deutsch an, ob wir ein kleines Museum besichtigen und einen Tee trinken möchten. Es wird eine nette Begegnung mit Martin, der unentgeltlich in dem Museum über Meerestiere und Gesunde Mediterrane Ernährung arbeitet. Mit viel Idealismus ist er bemüht, Begeisterung für gesundes und ökologisches Leben zu unterstützen und bei italienischen Freunden auch zu wecken. 

Dann beginnt eine etwas mühsame Suche nach ein paar Lebensmitteln. Die  Siesta bezieht sich auch auf alle Supermärkte am Straßenrand. In Marina di Ascea werden wir endlich fündig, es ist später Nachmittag. Wie weit nun noch, wo werden wir einen Zeltplatz finden? In Marina di Pisciotta hatte das Internet mehrere angezeigt, wir versuchen also noch dorthin zu kommen. Der Weg von Marina di Ascea hinauf auf die Hauptstraße wird allerdings zur größten Strapaze der ganzen Reise. Wir müssen schieben, fast durchgängig und mit aller Kraft, es sind über 300hm. Als wir endlich wieder radeln können, macht es auch wieder Freude. Noch ein Berg an der stark beschödigten Straße kurz vor Piscotta zwingt uns wieder zum Absteigen und Schieben. Aber das ist schnell geschafft. Trinkwasser lasse ich mir von einem netten älteren Mann geben. In der Dämmerung wird langsam die Frage nach einem Zeltplatz dringend. Es stellt sich dann heraus, dass alle Plätze noch geschlossen sind. Inzwischen haben wir aber mehrere gute Stellen am Wegesrand entdeckt, sogar mit Meerblick. Also zelten wir da, kochen unsere Treckingmahlzeit, als Nachtisch gibt es noch Wurst und Käse aus dem Supermarkt und glücklicherweise haben wir sogar noch leckern Wein dabei. Perfekter kann es doch kaum sein. 


8.4.

Super geschlafen. Schneller als gedacht sind wir wieder oben auf der Hauptstraße. Kaffee und Tee gibt es an der Tankstelle. Dann weiter. Piscotta ist wirklich sehr hübsch. Es ist gerade Markt. Wir trinken noch einen Kaffee, kaufen ganz günstiges wunderbares Obst. Dorothea schaut sich in den engen Gassen des kleinen Ortes noch um. Rolf genießt die Ruhe. Dann gehts weiter, immer etwas auf und ab und bald sind wir in Caprioli. Sonnenschein und Meer! Und ein menschenleerer Strand. Da bleiben wir erst mal ein Stündchen und genießen unser Picknick mit einem Schlückchen Rotwein. 

Dann gehts weiter und sehr schnell sind wir in Palinuro. Kurz vorher war am Wegesrand ein Campingplatz offen. So denken wir, auch hier etwas zu finden. .... Das stellt sich als Irrtum heraus. Irgendwann im Sommer wird hier wohl der Bär toben aber jetzt ist der Ort still, ein paar Gaststätten haben geöffnet, viele noch zu und die Zeltplätze öffnen wohl im Mai. Wir schauen uns um und finden am Flüsschen einen Fleck, auf dem wir gut zelten können. Gehen erstmal in das Städtchen, entspannen, lesen, trinken Kaffee, essen Eis, essen etwas zu Abend und bauen dann im Dunkeln schnell das Zelt auf. So bleiben wir unentdeckt und ungestört.

9.4.

Nun ist Abschied vom Cilento angesagt. Zeltabbau geht superschnell. Dann wieder Kaffee und Tee bei der Tankstelle. Rolf liebt es, die Menschen zu beobachten. Mehrere junge Männer sind hier und warten offensichtliche darauf, dass jemand ihnen Arbeit gibt. Ansonsten - bunte Mischung - wie an unseren Tankstellen auch. 

Dann die Straße zur Bahnstation Centola. Wir nehmen die direkte Route. Und die ist überraschend schön und überraschend schnell zu Ende. Es sind viel weniger Autos unterwegs als befürchtet und die Landschaft ist äußerst beeindruckend. Steile Berghänge, Wiesen, alles sehr abwechslungsreich. Ich habe große Lust, einmal im Cilento zu wandern. Es geht immer am Fluss entlang, also nur ganz gemäßigte Steigung und nicht einmal eine Stunde später sind wir in San Severino. Wir wollen noch nicht gleich nach Neapel. Also erkunden wir erstmal den Ort und gönnen uns am Wegesrand noch eine schöne Brotzeit. Dann stellen wir fest, dass es noch fast drei Stunden dauert, bis der nächste Zug nach Neapel fährt. Egal. Es ist ein wunderschöner sonniger Tag und wir genießen es, noch hier zu sein. 

Die Fahr verläuft ganz unkompliziert, die Ankunft in Neapel auch. Die einzige Enttäuschung: In unserem Hotel Casanova sitzt ein äußerst unfreundlicher Mensch, kann kein Wort Englisch, Deutsch sowieso nicht. Erst findet er unsere Reservierung nicht. Dann doch. Am Ende bezahlen wir 10 € mehr als beim letzten Mal - und das für ein viel kleineres Zimmer. Aber unsere Italienisch-Kenntnisse reichen noch lange nicht zum Streiten und wir haben auch keinen Lust dazu. Lieber froh gemutes Packen für die Reise und ein Abendessen bei Ralf, der sich total freut, uns wieder zu sehen. 

10.4.

Rückfahrt nach München. Es klappt alles wunderbar und völlig entspannt. Zeit zum Lesen, Schreiben, Aus-dem-Fenster-Schauen, Dösen, Reden. In München noch ein schönes Ankunftsessen mit Rolfs Schwester Mona in einer wirklich schönen bairischen Bahnhofskneipe. Dann weiter nach Landshut. Der Abend ist wärmer als die Abende in Italien. Was fehlt, ist allerdings der Meerblick. Und Dorothea schmeckt in Deutschland das Eis nicht mehr so richtig. Sie ist verwöhnt!

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Neapel Amalfiküste Cilento Fahrradreise 2015

Bald ist es soweit. In 3 Wochen geht`s los mit dem Zug von München nach Neapel und dann mit unseren neuen Falträdern an der Amalfiküste entlang. 27.3.15 um 9.10 Uhr sitzen wir im Zug.

5.3.15

Morgen werden die Lowrider an unsere Birdys angebaut, da freu ich mich schon. Bin gespannt wie alles funktioniert und wie wir dann die steilen Berge der Amalfigegend rauf kommen. 

22.3.15

Hab ein Foto auf unsere Europaseite "Neapel" gestellt. Unsere Bgirdys vor der Abreise. Bepackt und wiehernd. Sie wollen los. In 5 Tagen gehts nach Neapel. Wir freuen uns total drauf. 

27.3.15

Durch das regnerischen München zum Bahnhof. Das Vorderrad  flattert. Zeitlich knapp, wie immer.

Egon (Faltrad von Rolf) im Gepäck Netz, sieht gut aus. Angenehme, entspannte Fahrt.

Rolf: Wie immer, sind wir zu spät am Bahnhof. Gerade noch checken wir ein. Viele Leute fahren nach Italien. Wir finden aber einen Platz, auch für unser Gepäck. Die Räder stellen wir zwischen zwei hintereinander liegenden Plätzen und meins muss ich ins Gepäcknetz einpassen, da die meisen Leute ihre großen Rollkoffer am Boden stehen haben.

Die Fahrt verläuft gemütlich, mit Schlafen, Lesen, Schreiben. Umsteigen in Bologna, eine Stunde warten und es geht mit einem Highspeedzug nach Neapel durch. Der fährt 250 bis 300km/h. So kommen wir  entspannt nach einer Fahrtzeit von gut 11 Stunden in Neapel an. Das ist mit einem Auto nicht zu toppen. Die ganze Fahrt kostet uns hin- und zurück schlappe 320 Euro. Kann man nichts dagegen sagen. Unser Hotel finden wir schnell, es ist von außen betrachtet kaum als Hotel zu erkennen, innen alles gut. Für 30 Euro die Nacht mit Dusche und WC und einem kleinen Frühstück ok.  Essbares gibts um die Ecke bei Ralph. Da schlagen wir uns noch die Bäuche voll und genießen das Tun der Menschen um uns. 

Thea: Das einzige Ungemütliche während der Fahrt: Bologna. Der Bahnhof wird gerade umgebaut, hat im Hauptbereich nichts zum Hinsetzen. Wir hatten mehr als eine Stunde Zeit und genossen auf dem Bahnhofsvorplatz die Sonne. 20 min vor Abfahrt gingen wir zu unserem Gleis. Da begann das Abenteuer. Ich im Fahrstuhl, Rolf auf der Rolltreppe. Der Fahrstuhl fuhr 2 Etagen nach unten, kein Rolf da - noch oben oder schon weiter? 5 min gewartet aber der Zug fährt bald! Also weiter, das Gleis suchen. Da ging es noch einmal 3 oder  4 Rolltreppen nach unten. Der Zug steht da, aber Rolf ist nicht zu sehen! Zum Glück - kam er vom anderen Ende des Bahnsteigs dann doch auf mich zu, hatte nach mir Ausschau gehalten. Schnell unseren gebuchten Wagen gesucht. Die Räder mit allem drum und dran in den Zug befördert und schon gings los.

Informationen:

Bahnticket: München - Bologna über DB

      Bologna - Neapel über www.trenitalia.com

      Buchung für beide Strecken 3 Monate vorher möglich

Hotel Casanova, Nähe Innenstadt, trotzdem Zimmer ruhig, Ausstattung und Frühstück einfach, Service mal sehr freundlich, mal desinteressiert: www.hotelcasanova.com

 

28.3.15

Heute erst mal einen Ausflug in die Stadt. 

Was man so liest und hört, soll der Neapoletaner aggressiv Auto fahren, diebisch sein, hecktisch und rücksichtslos im Straßenverkehr. 

Was stellen wir fest: Er hält, zumindest meistens, wenn man als Fußgänger bei grün über die Ampel gehen will. Manchmal hält er auch, wenn man an einem Zebrastreifen die Straße überqueren möchte. Beklaut hat er uns noch nicht. Ja, der Straßenbahnkapitän hat sogar gehalten als Rolf seine Mütze in der Straßenbahn liegen ließ. Auch das geweissagte viele Hupen im Straßenverkehr war kaum zu vernhemen.

Was ist los mit dem Neapolitaner?  Er ist freundlich, läßt uns alte Menschen über die Straße gehen, ohne uns zu überfahren. Er bekocht uns mit leckerem Fisch, ohne dafür viel Geld zu verlangen und er verlangt sogar für ein Hotelzimmer mit WIFI, Bad und täglicher Reinigung nur 30 Euro für uns zwei. Was wollen wir mehr. 

Ein Schläfchen am Strand, bei herrlichem Sonnenschein, überall leckerer Kaffee, zuvorkommende, nette Menschen. Hier bleiben wir. 

Wir lassen uns treiben und genießen. Bus- und Straßenbahnfahren haben wir begriffen. Man kauft im "Tabacci" ein Biletti und fährt in der Gegend rum. Wohin, muss man selbst raus finden. So was wie einen Busfahrplan gibt es nicht wirklich. Der Tourist ist da schon ein wenig gefordert Eigeninitiative zu entwickeln. 

Alles in Allem ein schöner Tag, ein guter Tag.  

Informationen:

Hotel Casanova, Via Venezia 2 , Tel.: 081/268287   http://www.hotelcasanova.com/

Plan der Metropolitana ist im Internet zu finden - es gibt nur 2 Linien. 

Tickets gelten für Straßenbahn, Bus und Metro, 1,50€ pro Person, Geltungsdauer 2 Stunden, bzw. 1€ für eine einfache Fahrt, erhältlich in vielen Tabackläden.  


29.3.15

In Neapel

Museo Archilogico, ein billiges Restaurant ohne Touristen, ein Schläfchen im Park und Ralphi......

Das Museo Archilogico ist gut, zu empfehlen. Es zeigt einen geschichtlichen Ausschnitt aus verschiedenen Epochen Italiens und natürliche den Vesum und seine Ausbrüche. Vor allem den von 79 nach Christus. Anschließend begeben wir uns an den Stadtrand und entdecken eine kleine Kneipe, ohne Touristen, in der man billigst essen kann. Spada, 2 Nudelgerichte, Zuchini und ein halber Liter Wein für 15 Euro, das ist gut. 

Nach einem Mittagsschläfchen in einem nahe gelegenen Park, in dem sich viele Leute auf ein Nickerchen ins grüne Gras gelegt haben, gehen wir wieder durch die Stadt, zurück zu unserem Hotel.

Ein leckeres Abendessen bei Ralphi mit einer Umarmung von ihm zum Schluß, begeben wir uns nach einem herrlichen Neapeltag zu Bett. 

Wieder mal sind wir nicht beklaut worden, die Mafia hat uns nicht entführt und kein Auto hat uns überfahren. Was ist aus Neapel und den Neapoletanern geworden. 

Informationen: Straße und Name der kleinen Kneipe


30.3.

Pompeji mit Zug, netter Helfer. Viele "Steinhaufen". Guter Campingplatz. Nachts tote Hose.

Thea: Mit der Cirvumvesuviana nach Pompei Scavi, gleich neben dem Bahnhof ist der Campinplatz Zeus. Recht leer, ruhig, Orangenbäume, man konnte die Früchte auflesen und sie schmeckten wunderbar. Mein Plan war eigentlich, früh ankommen und vielleicht, wenn alles gut läuft, Pompei besichtigen und dann noch irgendwie mit dem Bus zum Vesuv hochfahren. Aber der Vesuvgipfel versteckt sich in den Wolken und so können wir es ganz entspannt angehen. 

Pompei ist riesig. Die vom Reiseführer als Highlight bezeichnete Villa de Misteri ist sehr am Rand gelegen, das große Amphietheater am anderen Ende. Da war für die beiden schönen Theater zum Schluss kaum noch Kraft da. Trotzdem, alles in allem sehr beeindruckend.

Ansonsten in Pompei alle Geschäfte und fast alle Restaurants abends nach 7 schon geschlossen! Selbst am Zeltplatz alles zu. Der Ort lebt zu dieser Jahreszeit offenbar nur von Tagestouristen.

Informationen: Die Circumvesuviana ist vergleichbar einer S-Bahn, fährt ca. jede halbe Stunde, Fahrrad mit hineinnehmen war kein Problem, am Ende des Zuges, wo sie weniger voll war. 

Camping Zeus, Tel.: 081/8615320       http://www.campingzeus.it/

 

31.3.

Pompeji - Vico Equense. 16km, 100hm, 3h.

Erster Radeltag verkürzt. Rolf Reifenschaden. Warten auf Öffnung des Radshops - Enttäuschung. Campingplatz in Vico Equense gut.

 Thea: Erstmal nur ruhige Straßen, nur Rolf wundert sich, warum sein Rad so extrem schlenkert. Bei näherer Betrachtung wird der Grund deutlich: Reifen kaputt. Langsam und vorsichtig Weiterfahrt nach Vico Equense. Dort ist grad Siesta, alle Läden zu! Na gut, wir machen auch gern eine Pause. Nach zwei Stunden (16:00 Uhr) ist immer noch niemand im Laden. Da such ich schon mal den Zeltplatz und Rolf wartet auf die Ladenöffnung. Zeltplatz ist sehr nett aber Rolf hat Pech. 18er Reifen sind nicht üblich. Mist!

Abend an dem gemütlichen kleinen Fischerhafen. Im Sommer ist hier sicher einiges los, eine Gaststätte an der anderen. Zurzeit sind alle noch zu, bis auf eine, die heute ihren ersten Öffnungstag hat. Sie wird uns auch vom Zeltplatzwart empfohlen - und ist erstaunlich frequentiert! Ausschließlich von deutschen Urlaubern, die an diesem idyllischen Fleck in einer Villa untergekommen sind. Naja. 

Informationen:    http://www.campingsantantonio.it/    Tel.: 081/8028570 oder 081/8028576

 

1.4.

Vico Equense - Sorento - Massa Lubrense - Termini - Marina Cantone  30 km, 700hm, 6h.

Nach Sorento. Fahrradshop hilft. Endlich Rad fahren. Viel Verkehr bis Massa Lubrense, dann Ruhe. Schläfchen in Termini u herrlicher Ausblick. Camping Netturno sehr schön, am Meer.

Nach Vico Equense wird der Verkehr massiv, die schöne Aussicht übers Meer können wir kaum genießen, denn Rolfs Rad schlackert wie verrückt und die Autos überholen so dicht, dass wir Angst haben, sie nehmen unsere Taschen mit. Da war das Fahren in Indien einfacher. 

In Piano die Sorrento endlich der Fahrradladen! Dank freundlicher Hilfe finden wir ihn sofort aber der Monteur schüttelt erstmal den Kopf. Diese Größe haben sie nicht, können sie nichtmal bestellen. Dann doch die Rettung: Ein Kinderreifen tuts auch. Vorsicht, er hält nicht so lange durch! Aber diese Fahrt wird er locker überstehen. 

Jetzt geht endlich das Fahrradfahren los! 

Bis hinter Sorrent weiter in sehr unangenehmem Verkehr. Ab Massa Lubrense wird es ruhiger, die Auffahrt nach Termini für uns ganz einfach zu schaffen. Dort Pause mit traumhafter Sicht und Kaffee. Hier ist ein beliebter Ausgangs- oder Endpunkt für eine Wanderung zur Capella di S. Constanzo. Dort ist ganz bestimmt eine herrliche Sicht. Aber wir wollen ja noch zum Campingplatz und dort auch Ruhe und Zeit haben. Kaufen also nach der Siesta noch Lebensmittel in dem süßen kleinen Lädchen und fahren hinunter über das schöne Dorf Nerano nach Marina des Cantone. Der Zeltplatz ist fast leer und wunderschön am Meer gelegen. Idylle pur. 

Information: Nettuno Holliday Village. Tel:  081/8081051   http://www.villaggionettuno.it/


2.4.

Marina Cantone - S.Agata - Positano - Amalfi. 40km, 2600hm, 8h.

Traumhafte Fahrt über die Berge des Sorrento zur Amalfiküste. Die Höhenmeter der Alpenvereinsapp bezweifle ich, aber schon allein vom Zeltplatz bis hoch nach Termini sind es immerhin ca. 400 hm. Dann weiter auf und ab  bis auf ca. 600 hm, dann folgt schon die Amalfiküste. Wir nehmen uns Zeit, weil immer wieder traumhafte Blicke genossen werden wollen. Das Wetter ist schön! Unterwegs entdeckt Rolf einen herrlichen Laden, wo er sich die ersehnte Leinenhose kauft. Unterwegs haben wir von anderen Reisenden erfahren, dass es mit Zeltplätzen an der Amalfiküste schlecht bestellt ist. Der einzige, in Praiano, soll recht teuer sein. Also, Wifi machts möglich, haben wir ein Hotel in Amalfi gebucht. Für uns nicht grad billig - 2 Nächte für zusammen 130 € mit Frühstück. Später stellen wir fest, dass man bei Hotel oder B&B wohl meist mindestens diesen Preis bezahlt.


3.4.

Geburtstag meiner Mutter. In Amalfi. Hotel. Faul sein dürfen.

Thea: Das Hotel ist wirklich nett, das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Sie freuen sich dort, dass wir aus Deutschland sind, weil  die anderen Gäste alle Italiener sind. Uns geht es ähnlich. Italienische Mitgäste sind uns wesentlich lieber als deutsche Reisegruppen. 

Traumhaftes Wetter, wir genießen nach dem Frühstück erstmal die Sonnenterasse - mit direktem Blick auf ein stilles türkiesfarbenes Meer. Dann Spaziergang durch Amalfi, ein Touristenort, aber wirklich auch schön. Kleine Erkundungstour zum Beginn des Papiermühlenweges.

Am Abend, es ist Karfreitag, wollen wir die Prozession miterleben. So sind wir 18:00 Uhr zur Messe im Dom. Sehr ausführliche Lesung des Evangeliums aber dann auch eindrucksvoller Gesang des Chors, ein kleines Orchester ist auch dabei. Wichtigstes Element für die Gemeinde ist offenbar gegen Ende. Ein großes Kruzifix wird in die Mitte gebracht und jeder geht nach vorn um dieses zu berühren. Einige Gottesdienstbesucher sparen sich die Zeit für die lange Lesung und kommen erst zum Gruß des Kruzifix in den Dom. Am Ende sind wir sehr überrascht, welche Menschenmenge sich inzwischen vor dem Dom versammelt hat. Alle Lichter der Stadt sind aus, alles wird von Kerzen, Öllampen und Fackeln erhellt. Und es ist still! Die Menge wartet. Die Domtür öffnet sich und ein beleuchtetes Kruzifix wird herausgetragen, begleitet vom Bischhof und den Geitlichen und von einer Prozession gespenstisch ganz in weiß gekleideten Gestalten. Beeindruckend ist weiterhin die Stille. Die Menge flüstert. Plötzlich, laut, das Orchester! Dann der Chor. Wirklich ein ganz besonderes Erlebnis. Wir freuen uns, dass wir ein paar aussagekräftige Filme machen konnten.

Gegen halb 10 gehen die Lichter in den Geschäften wieder an und alles ist wie vorher. 

https://www.youtube.com/watch?v=WKiZVYRaRZo

Information: Hotel: http://www.hotelcavalieriamalfi.com/

4.4.

Wandern a d Amalfiküste.

Thea: Wanderung vom Hotel aus über viele Stufen hoch zum Dorf Pontone, weiter nach Ravello. Leider ein kalter regnerischer Tag. Wir lassen uns nicht abschrecken. Der Dom in Ravello recht beeindruckend. Dann über die Chiesa dell' Anunziata und den oberen Ortsteil von Pontone hinunter in das Valle dei Mullini. Im Starkregen zurück ins Hotel. 

Schöne lohnende Wanderung, bei wärmerem Wetter sicher noch viel schöner.



5.4.

Nach Salerno, dann Agropoli. Erste Regenfahrt. Herrlicher Campingplatz. 64km 1000Hm 7h

Thea: Zum Glück am Vormittag noch trocken, schöne Fahrt immer an der Küste entlang. Immer wieder Glockengeläut in den faszinierenden Städtchen am Meer. Es ist Ostermontag. 

Mittagspause in Vietri sul Mare. Es ist wohl die Stadt der Keramiker. Fassaden und Bars, alles ist mit alten und neuen Bildern aus Keramik verziert. Ein großes Museum gibt es auch und eine Fabrik. Gerade kommen sehr viele Leute aus dem Gottesdienst. Fröhliche Osterstimmung in allen Gassen. Wir genießen Eis und Espresso bzw. Cappucchino. 

Und schon sind wir in Salerno. Fahren immer am Meer entlang. Dann durch eher hässliche Gegend. Flach und wie ausgestorben. Alle Campingplätze am Wegesrand sind zu. Das ändert sich je näher man nach Paestum kommt. Inzwischen hat sich auch das Wetter geändert. Es gießt! Wir fahren trotzdem weiter bis Torre/Licinella, kurz vor Agropoli und finden den wunderschönen Zeltplatz Dei Pini! Ganz familiär mit Kamin in der Gaststätte und zelten direkt neben dem Meer. Der Regen hat aufgehört. Es ist unglaublich schön, nur draußen bleibt es kalt. 

Informationen: Zeltplatz Dei Pini. Tel.: +39 0828 811030,  http://www.campingvillaggiodeipini.com


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6.4.

Ins Cilento über die Berge nach Mauro. Gutes B&B. 40km 1300Hm 7h

Entsprechend unserer Navi-Fahrrad-Route zuerst nach Agropoli, dann steil steil in die Berge hinauf, ganz ruhiger Weg aber sehr oft so steil, dass wir schieben mussten. Blühende Bäume und Blumen entschädigten etwas für die Mühe. Oben auf der Hauptstraße auch kein Verkehr. Ostermontag. In den Ortschaften alles zu, selbst die Bars. Über Ogliastro und Laureana immer höher in die Berge. Etwas anstrengend aber immer herrlich ruhig. Nicht schön ist der Müll am Wegesrand. Hinter Mercato ging es heftig hinauf auf einen Pass in ca.700m Höhe. Die Gegend reizt sehr zum Wandern. Abfahrt. Herrlich. Wird aber langsam kalt. In St. Mauro immer wieder gefragt nach einer Übernachtung. Hilfreiche Leute aber es zog sich hin, keiner da, keiner geht ans Telefon. Wir schlottern schließlich vor Kälte (4Grad, stellt sich raus), freuen uns über das B&B. 60 € finden wir relativ teuer, ist aber schon wenig für die Gegend, stellen wir hinterher fest. Sehr nette Leute. Super Essen in einer Olivenmühle!

Information:  B&B San Mauro Cilento, Adresse: Campo Sportivo, 84070 San Mauro Cilento


7.4.

Wieder ans Meer, Acciaroli (Hemingway) bis kurz vor Piscotta

Bei der Ausfahrt aus St. Mauro immer fröhlich nach unten, Richtung Meer, sehr kleine Straße, plötzlich eine Kreuzung, Blick auf die Karte und es stellt sich heraus: Wir sind falsch, keiner der Wege führt weiter zum Meer, es bleibt nichts anderes übrig, wir müssen wieder hoch! Das bedeutet eine Dreiviertelstunde hauptsächlich schieben! Endlich auf der richtigen Straße, ist das Fahren ein Traum. Wenig Verkehr, immer bergab. Phantastische Blicke in sonniger Blütenwelt auf das türkisfarbene Meer! 

In Acciaroli kleine Expresso- und Capucchino-Pause, verschlafener Ort. Weiter immer auf ruhiger Straße am Meer entlang. 

In dem kleinen Ort Pioppi spricht uns jemand auf deutsch an, ob wir ein kleines Museum besichtigen und einen Tee trinken möchten. Es wird eine nette Begegnung mit Martin, der unentgeltlich in dem Museum über Meerestiere und Gesunde Mediterrane Ernährung arbeitet. Mit viel Idealismus ist er bemüht, Begeisterung für gesundes und ökologisches Leben zu unterstützen und bei italienischen Freunden auch zu wecken. 

Dann beginnt eine etwas mühsame Suche nach ein paar Lebensmitteln. Die  Siesta bezieht sich auch auf alle Supermärkte am Straßenrand. In Marina di Ascea werden wir endlich fündig, es ist später Nachmittag. Wie weit nun noch, wo werden wir einen Zeltplatz finden? In Marina di Pisciotta hatte das Internet mehrere angezeigt, wir versuchen also noch dorthin zu kommen. Der Weg von Marina di Ascea hinauf auf die Hauptstraße wird allerdings zur größten Strapaze der ganzen Reise. Wir müssen schieben, fast durchgängig und mit aller Kraft, es sind über 300hm. Als wir endlich wieder radeln können, macht es auch wieder Freude. Noch ein Berg an der stark beschödigten Straße kurz vor Piscotta zwingt uns wieder zum Absteigen und Schieben. Aber das ist schnell geschafft. Trinkwasser lasse ich mir von einem netten älteren Mann geben. In der Dämmerung wird langsam die Frage nach einem Zeltplatz dringend. Es stellt sich dann heraus, dass alle Plätze noch geschlossen sind. Inzwischen haben wir aber mehrere gute Stellen am Wegesrand entdeckt, sogar mit Meerblick. Also zelten wir da, kochen unsere Treckingmahlzeit, als Nachtisch gibt es noch Wurst und Käse aus dem Supermarkt und glücklicherweise haben wir sogar noch leckern Wein dabei. Perfekter kann es doch kaum sein. 


8.4.

Super geschlafen. Schneller als gedacht sind wir wieder oben auf der Hauptstraße. Kaffee und Tee gibt es an der Tankstelle. Dann weiter. Piscotta ist wirklich sehr hübsch. Es ist gerade Markt. Wir trinken noch einen Kaffee, kaufen ganz günstiges wunderbares Obst. Dorothea schaut sich in den engen Gassen des kleinen Ortes noch um. Rolf genießt die Ruhe. Dann gehts weiter, immer etwas auf und ab und bald sind wir in Caprioli. Sonnenschein und Meer! Und ein menschenleerer Strand. Da bleiben wir erst mal ein Stündchen und genießen unser Picknick mit einem Schlückchen Rotwein. 

Dann gehts weiter und sehr schnell sind wir in Palinuro. Kurz vorher war am Wegesrand ein Campingplatz offen. So denken wir, auch hier etwas zu finden. .... Das stellt sich als Irrtum heraus. Irgendwann im Sommer wird hier wohl der Bär toben aber jetzt ist der Ort still, ein paar Gaststätten haben geöffnet, viele noch zu und die Zeltplätze öffnen wohl im Mai. Wir schauen uns um und finden am Flüsschen einen Fleck, auf dem wir gut zelten können. Gehen erstmal in das Städtchen, entspannen, lesen, trinken Kaffee, essen Eis, essen etwas zu Abend und bauen dann im Dunkeln schnell das Zelt auf. So bleiben wir unentdeckt und ungestört.

9.4.

Nun ist Abschied vom Cilento angesagt. Zeltabbau geht superschnell. Dann wieder Kaffee und Tee bei der Tankstelle. Rolf liebt es, die Menschen zu beobachten. Mehrere junge Männer sind hier und warten offensichtliche darauf, dass jemand ihnen Arbeit gibt. Ansonsten - bunte Mischung - wie an unseren Tankstellen auch. 

Dann die Straße zur Bahnstation Centola. Wir nehmen die direkte Route. Und die ist überraschend schön und überraschend schnell zu Ende. Es sind viel weniger Autos unterwegs als befürchtet und die Landschaft ist äußerst beeindruckend. Steile Berghänge, Wiesen, alles sehr abwechslungsreich. Ich habe große Lust, einmal im Cilento zu wandern. Es geht immer am Fluss entlang, also nur ganz gemäßigte Steigung und nicht einmal eine Stunde später sind wir in San Severino. Wir wollen noch nicht gleich nach Neapel. Also erkunden wir erstmal den Ort und gönnen uns am Wegesrand noch eine schöne Brotzeit. Dann stellen wir fest, dass es noch fast drei Stunden dauert, bis der nächste Zug nach Neapel fährt. Egal. Es ist ein wunderschöner sonniger Tag und wir genießen es, noch hier zu sein. 

Die Fahr verläuft ganz unkompliziert, die Ankunft in Neapel auch. Die einzige Enttäuschung: In unserem Hotel Casanova sitzt ein äußerst unfreundlicher Mensch, kann kein Wort Englisch, Deutsch sowieso nicht. Erst findet er unsere Reservierung nicht. Dann doch. Am Ende bezahlen wir 10 € mehr als beim letzten Mal - und das für ein viel kleineres Zimmer. Aber unsere Italienisch-Kenntnisse reichen noch lange nicht zum Streiten und wir haben auch keinen Lust dazu. Lieber froh gemutes Packen für die Reise und ein Abendessen bei Ralf, der sich total freut, uns wieder zu sehen. 

10.4.

Rückfahrt nach München. Es klappt alles wunderbar und völlig entspannt. Zeit zum Lesen, Schreiben, Aus-dem-Fenster-Schauen, Dösen, Reden. In München noch ein schönes Ankunftsessen mit Rolfs Schwester Mona in einer wirklich schönen bairischen Bahnhofskneipe. Dann weiter nach Landshut. Der Abend ist wärmer als die Abende in Italien. Was fehlt, ist allerdings der Meerblick. Und Dorothea schmeckt in Deutschland das Eis nicht mehr so richtig. Sie ist verwöhnt!

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Neapel Amalfiküste Cilento Fahrradreise 2015

Bald ist es soweit. In 3 Wochen geht`s los mit dem Zug von München nach Neapel und dann mit unseren neuen Falträdern an der Amalfiküste entlang. 27.3.15 um 9.10 Uhr sitzen wir im Zug.

5.3.15

Morgen werden die Lowrider an unsere Birdys angebaut, da freu ich mich schon. Bin gespannt wie alles funktioniert und wie wir dann die steilen Berge der Amalfigegend rauf kommen. 

22.3.15

Hab ein Foto auf unsere Europaseite "Neapel" gestellt. Unsere Bgirdys vor der Abreise. Bepackt und wiehernd. Sie wollen los. In 5 Tagen gehts nach Neapel. Wir freuen uns total drauf. 

27.3.15

Durch das regnerischen München zum Bahnhof. Das Vorderrad  flattert. Zeitlich knapp, wie immer.

Egon (Faltrad von Rolf) im Gepäck Netz, sieht gut aus. Angenehme, entspannte Fahrt.

Rolf: Wie immer, sind wir zu spät am Bahnhof. Gerade noch checken wir ein. Viele Leute fahren nach Italien. Wir finden aber einen Platz, auch für unser Gepäck. Die Räder stellen wir zwischen zwei hintereinander liegenden Plätzen und meins muss ich ins Gepäcknetz einpassen, da die meisen Leute ihre großen Rollkoffer am Boden stehen haben.

Die Fahrt verläuft gemütlich, mit Schlafen, Lesen, Schreiben. Umsteigen in Bologna, eine Stunde warten und es geht mit einem Highspeedzug nach Neapel durch. Der fährt 250 bis 300km/h. So kommen wir  entspannt nach einer Fahrtzeit von gut 11 Stunden in Neapel an. Das ist mit einem Auto nicht zu toppen. Die ganze Fahrt kostet uns hin- und zurück schlappe 320 Euro. Kann man nichts dagegen sagen. Unser Hotel finden wir schnell, es ist von außen betrachtet kaum als Hotel zu erkennen, innen alles gut. Für 30 Euro die Nacht mit Dusche und WC und einem kleinen Frühstück ok.  Essbares gibts um die Ecke bei Ralph. Da schlagen wir uns noch die Bäuche voll und genießen das Tun der Menschen um uns. 

Thea: Das einzige Ungemütliche während der Fahrt: Bologna. Der Bahnhof wird gerade umgebaut, hat im Hauptbereich nichts zum Hinsetzen. Wir hatten mehr als eine Stunde Zeit und genossen auf dem Bahnhofsvorplatz die Sonne. 20 min vor Abfahrt gingen wir zu unserem Gleis. Da begann das Abenteuer. Ich im Fahrstuhl, Rolf auf der Rolltreppe. Der Fahrstuhl fuhr 2 Etagen nach unten, kein Rolf da - noch oben oder schon weiter? 5 min gewartet aber der Zug fährt bald! Also weiter, das Gleis suchen. Da ging es noch einmal 3 oder  4 Rolltreppen nach unten. Der Zug steht da, aber Rolf ist nicht zu sehen! Zum Glück - kam er vom anderen Ende des Bahnsteigs dann doch auf mich zu, hatte nach mir Ausschau gehalten. Schnell unseren gebuchten Wagen gesucht. Die Räder mit allem drum und dran in den Zug befördert und schon gings los.

Informationen:

Bahnticket: München - Bologna über DB

      Bologna - Neapel über www.trenitalia.com

      Buchung für beide Strecken 3 Monate vorher möglich

Hotel Casanova, Nähe Innenstadt, trotzdem Zimmer ruhig, Ausstattung und Frühstück einfach, Service mal sehr freundlich, mal desinteressiert: www.hotelcasanova.com

 

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Rolf mit seinem Birdy am Bahnhof München.


Das Birdy passt ins Gepäcknetz



Neapel am Meer. 


Der Neapoletaner, wie er bleibt und lebt.



Der Mantel ist hin. Doch damit musste Rolf dann noch ca. 25 km fahren, bis endlich eine Fahrradwerkstatt gefunden war, die einen passenden Kinderreifen hatte.

von Vivo Equense Richtung Sorrent


Was für ein Glück! Nach 20 min konnten wir weiter fahren! Alle Reifen noch schön aufgepumpt und dann kam der eigentliche Beginn der Fahrradreise. Alles davor war nur Gewackel!

 Der nächste Zeltplatz, diesmal direkt mit Meeres-rauschen bei Termini in Marina del Cantone.



Weiter Richtung Amalfiküste, reichlich Höhenmeter, relativ wenig Verkehr, Frühlingsgrün.

Die Birdys bewältigen die Steigungen mit Bravour!


Traumhafte Aussichten bei Sonne an der Amalfiküste!




Sizilien mit dem Motorrad und Wanderschuhen

Sizilien, Motorrad, Wandern
Sizilien, Motorrad, Wandern

Sizilien mal anders